Keep your streets grey

Was es heissen kann, wenn Vandalismus Überhand nimmt, ist sehr schön in einem Artikel der Brooklyn Papers beschrieben. Schmierereien vergiften unser Umfeld und machen aggressiv. Kreidebilder auf Strassen machen mich zum Beispiel stinksauer (sic!). Man stelle sich vor, man begibt sich auf den Weg in sein schönes Büro, sagen wir mal im grauen Berlin-Zehlendorf, spaziert also morgens um 8 Uhr durch´s noch dunkle Kreuzberg, fährt, sagen wir, eine Stunde mit zunächst noch kreativ gekleideten Persönchen, die dann nach und nach aussteigen und mehr und mehr mies gelaunte graukarierte Persönchen dazusteigen, S-Bahn. Alle sind stets schlecht gelaunt und, naja, und nichts. Nun, endlich in der geliebten Strasse des Arbeitgebers angekommen: Au NEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEIN, ein buntes Bild auf der Strasse?! Was ist das?!?!?! Da ich Euch den Anblick ersparen will, verzichte ich auf Bebilderungen und packe hier nur den Link hin. Jeder klickt auf seine eigene Verantwortung: Link zum Kreidevandalen. In Zürich kam es gar zur Massenschweinerei: So wagte es Helvetas doch tatsächlich mit Kreidespray auf fehlende Klos (sic!) aufmerksam zu machen?! Die spinnen ja wohl… (vgl. Sprayen für mehr Toiletten). Also bitte: Keep your streets grey


(Bildmontage: Keep your streets grey / by maik)

Jesus gefunden (…und zwar auf shining-city)

„Ressourcen sind endlich, Mißstände alltäglich. Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir glauben an die ‚gute Sache‘ – und setzen uns für sie ein“, so das Motto unseres Blogs. Auch Andere glauben an die gute Sache, jeder für sich und jeder anders. Und obwohl jeder denkt, für die gute Sache, bzw. bezeichnender Weise für den ‚Glauben an die gute Sache‘ unterwegs zu sein, gibt es böses Köpfeeinschlagen. Hier ein paar interessante Kunstwerke, die zum weiterdenken einladen und ein YouTube-Video, welches die Idee aufwirft, den Vatikan zu verkaufen und aus den Erlösen die Welt zu ernähren…:

(Rom, im März 2009; gefunden auf Flickr BR1art)


(Jesus; gefunden auf www.shining-city.de)

(gefunden auf welt.de)


(Sell the vatikan, feed the world)

PS: Mit was würde Jesus eigentlich spielen, wenn er in unserem Jahrzehnt geboren wäre?


(gefunden beim bmd-Service)

The Bad News Bears a.k.a Die Bären sind los

Bei dem Titel werden unweigerlich Erinnerungen an die erste TV-Kult-Serie der Kindheit wach und der Name „Buttermaker“, begleitet von einem breiten Grinsen, wie von selbst aus den Untiefen des Gedächtnisses auf.

Was, wenn man zumindest den deutschen Titel einmal wörtlich nimmt und das Ganze auf das knutig-kuschlige Maskottchen des Klimawandels bezieht? Dass, der weisse Petz dem Menschen gefährlich werden kann ist bekannt, hier aber einmal eine ganz besondere tierfilmerische Ansitzleistung, die denen eines Heinz Silmann das Wasser reichen kann und vielleicht auch dem irren „Krokodiljäger“ Steve Irvine den Schweiss auf die Stirn getrieben hätte.

Wir sympathisieren und rufen: Viva Muchachos. Weiterhin sehenswert, da mit Herz und Seele gemacht, sind auch die weiteren Produktionen der Universidad International: Universidad Internacional.

Sentenz des Tages: Revolution ist nicht Barrikade, Revolution ist ein Geisteszustand.

Orangenrevolution zur Vorweihnachtszeit (von Zwergen und Förster)

Der Hund markiert sein Revier indem er an den Baum pinkelt (first). Der Förster hackt ihn ab (firster). Na, geschnallt? Das Foto unten löst es auf. Witzig, hä?


(Bildquelle: Ahoi Polloi)

Und wenn Schafe aus England bei der Unkraufbekämpfung helfen, dann hat der Förster einen ökologischen Weihnachtsbaum im Sortiment (vgl. Hamburg im Netz). Wer nicht in Hamburg wohnt, und trotzdem einen Weihnachtsbaum aus ökologischer Waldwirtschaft bzw. aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen möchte, der schaue doch mal auf der Seite von my man robin wood nach.

Ja, die Förster sind schon ein illustres Völkchen. In Dresden haben sie sich ‚gar politisch aktiv zum Förster- und Zwergenaufstand verbündet und machen mit bei der Orangen Revolution (vgl. Förster- und Zwergenaufstand). Wer übrigens auch gern zum Zwerg werden möchte, schaut mal hier vorbei: Ich werd zum Zwerg, macht sich aber vorher mal bei der Orangen Revolution schlau, was das eigentlich alles soll.

Wie´s aussieht, macht auch die Enkelin vom Oberrevoluzzer mit bei der Orangen Revolution (jedenfalls kleidungstechnisch) und sich mit Möhren voll zur Wurst:


(Che´s Enkelin macht sich für Peta mit Möhren zur Wurst / Bildquelle: Woot)

So, das soll´s dann mal wieder gewesen sein, und, wie Ihr´s gewohnt seid, mal wieder alle Themen gebündelt und vom Hölzchen zum Stöckchen.

besserwisserisch und undankbar


(Bildquelle: Chicks and Bikes)

Was sind wir eigentlich für Typen? Letztens waren wir bei der Preisverleihung der Deutschen Umwelthilfe zu Gast. Und während wir so unser Getränk zur Gulaschkanone gereicht bekommen, fragt uns ein Anzugträger der CDU doch glatt: Nachhaltigkeits-Guerilla, was seid Ihr eigentlich für Typen?

Tja, wir sind sauradikale, tätowierte, radfahrende, Buffet-leerfegende Monster mit einem Hang zur Selbstdarstellung. Und bis wir Nähreres wissen, amüsieren wir uns auf Empfängen und lassen uns inspirieren (u.a. von besagtem CDU-Menschen, der gemeinhin auch als ‚Partyfeger‘ bekannt ist).

Und warum wird eigentlich auf so einer Veranstaltung immer noch Fleisch gereicht? Wäre doch mal ein Einstieg wenigstens hier mal auf Fleisch zu verzichten. Ein Kilo Fleisch verursacht immerhin 36 Kilogramm Kohlendioxid. Stand 2007 bereits im Spiegel!

…besserwisserisch und undankbar sind wir also auch noch!

Reklame

Wieviel Werbung verträgt die Stadt? Sei es nun Werbung für die gute Sache oder für die böse. Sei es Werbung für das Hybrid-Auto oder für Pelzmäntel. Wird gekauft durch Werbung (ja, klar, werden jetzt alle aufschreien) oder wird eher verzichtet, weil´s sooo nervt?

Die Aktion „Delete“ löschte sogar die Werbung aus den Ladenzeilen, um mal zu zeigen, wie eine Stadt ohne Werbung aussehen könnte (die Aktion fand 2007 statt). Und das Ergebnis: Es wurde noch mehr gekauft (was natürlich damit zu erklären ist, dass alle Teil des Kunstprojekts werden wollten).


(Bildquelle: Urban-Shit)

Und wie kann man sich eigentlich gegen den Werbeterror schützen? Persiflieren? Oder führt das zu noch mehr Konsum des eigentlich „verspotteten“ Produkts, weil das verdammte Logo sich einfach mal noch mehr verfestigt hat? Macht mal einen Test und schaut 30 Sekunden auf das folgende Bild:


(Bildquelle: Funky the Monkey)

Und? Appetit bekommen? Und auf was? Auf Kunst? Auf ´nen Chilli Cheese? Oder auf Fair-Trade-Banane? Oder muss tatsächlich zu so drastischen Mitteln gegriffen werden, wie auf dem Blog von Jess3 gefunden? Beziehungsweise reicht das überhaupt? Oder nervt das genauso? (Naja, micht nicht, aber so den einen oder anderen anderen bestimmt, aber, naja, Pech, hm?)


(Bildquelle: Jess3)

Wäre ja vielleicht mal ein Thema für eine Masterarbeit „Wirtschafskommunikation“, hm? (Aber bitte schön von einem auch etwas kritischen Studenten)

Du sollst eigentlich nicht töten (Taubenschau)


(Bildquelle: Danyeela).

Das Institut für Theologie und Frieden forscht im Bereich Friedensethik und Ideengeschichte des Friedens. Ein aktuelles Einzelprojekt lautet ‚Du sollst (eigentlich) nicht töten‘.

Der (Galgen-)Humor überrascht und hat mich animiert, nach Friedenstauben Ausschau zu halten. Gleich die erste recherchierte Taube trägt eine schusssichere GSG9-Weste. Ja, so ist das mit dem Frieden…


(Banksy-Motiv: Kunst gegen den Krieg / Bildquelle: REUTERS/Ammar Awad (WEST BANK))

In der Bundeshandelsschule Wien hat sie sich gar im Maschendrahtzaun verfangen:


(Bildquelle: journalist-und-optimist.de)

Der Graffiti-Künstler Julian Vogel zieht mit seinen Projekt „World Peace Walls“ um die Welt und hinterlässt (Tauben-)Spuren. Schöne Bilder und Reportagen findet Ihr in der Gallerie auf seiner Website worldpeacewalls.com.

Ein Beitrag des Generalmajors Bernd Diepenhorst zum Thema Nachhaltigkeit und Friedenssicherung gibt´s im Zentrum für gesellschaftliche Verantwortung bzw. hier.

Die Forderungen der Riesenmaschine zum Thema provozieren (wobei das Lachen eher im Halse stecken bleibt…): die Patronen hinterher wieder einsammeln, der nächste Krieg kommt bestimmt; Keine Minen in Pandaschutzgebieten; Alternative Kraftstoffe für Panzer etc. Hmmm, naja… Siehe auch: Kriege, Klima, Katastrophen – mir doch egal

Wie sagt Flavor Flav so schön? Peace, Together, Power!

(Bildquelle: one-million-peace-signs)

Revolutionary Rentner


(Revolutionary Rentner in Hamm, Bildquelle: Hesse)

Vor einem Gartencenter in H. geht´s los. „Wir wollen immer unseren Park dabei haben„, so Hilde K., Guerilla-Gardener a. D. „Ja, genau“, bestätigt Kurt P., Mobilitätsplaner a. D. „wir wollen uns hinsetzen, wenn wir Lust haben auf ein Picknick und um uns herum ists schön, ein Park eben. Nicht erst mit dem Auto ins Grüne fahren, das machen wir nicht mit. Wir haben unseren Park immer im Einkaufswagen dabei„. Carl W., Parkforscher der ersten Stunde erinnert sich: „Damals war es noch einfacher. Kurt und ich hatten nach der harten Arbeit, vom Bäume stutzen und Blumen gießen, einfach Appetitt. Trude hatte auch auch Hunger, wollte aber sich aber nicht die Klamotten schmutzig machen, schließlich musste sie vom 1-Euro-Job den Waschgang im Waschsalon bezahlen. Klar, da hat sie sich die Sachen einfach vom Laib gerissen. Nur hat ein Spanner uns dabei beobachtet und abgemalt. Mensch, was haben wir gelacht…


(Mahlzeit im Park / Bildquelle: Manet)

„Ja, und Haare schneiden, rasieren, Maniküre und Pediküre – all das war gleich vor Ort, Outdoor-Barbering nannten wir das damals. Da hielt die Gemeinde noch zusammen. Man kannte sich, man sah sich ja ständig und lief sich übern Weg. So, wie heute, dass jeder in seinem Zimmerchen sitzt und in die Röhre schaut, so war das damals nicht.“, erläutert Saza M. (Gemeinwesenentwicklerin a. D).


(Der Barber im Freien, Bildquelle: kk.org)

Mehr Informationen zum Projekt „Revolutionary Rentner“ finden Sie fachlich aufbereitet hier.

PS. Die ganze Geschichte ist frei erfunden und als Satire einzustufen. Als Inspirationsquelle kann das Kunstwerk „Walking in the park“ von Asher DeGroot, David Gallaugher, Kevin James and Jacob Jebailey genannt werden. Mehr dazu findet Ihr hier.

Environmental Trash & Visiontainment

Die Zeit der grossen Visionen liegt im Gestern. Unter bestimmten Gesichtspunkten lässt sich wohl sagen, dass die zurückliegenden 70er Jahre den Zenitpunkt der bisherigen Menschheitsgeschichte darstellen und es seither wieder böse den Berg mit uns hinunter geht.

Vor allem die Offenheit für Zukunftsszenarien und das frühe Bewusstsein für anthropogene Umweltschäden, gepaart mit einer entfesselten Kreativität, liessen wirkliche Meisterwerke der Filmgeschichte entstehen, die den Zeitgeist repräsentieren. Wie viel LSD in den Streifen steckt mag jeder selbst beurteilen, aber vielleicht findet man gerade hier eine Abwechslung zum üblichen Doku-Format. Visiontainment der besonderen Art.


(Godzilla vs. the Smog Monster)

Wie wäre es mal mit einer Verfilmung zu T.C. Boyles „A Friend of the Earth“? Vielleicht liegt in der Kraft düsterer und surrealen Zukunftsbilder ja auch mehr Energie für einen Bewusstseinswandel als dies über die üblichen Bildungsfilme zum Klimawandel der Fall ist. Wer kann in seinem Kopfkino schon komplex die Gesellschaft von 2135 entstehen lassen? Und warum gibt es eigentlich keine positiven Zukunftsszenarien auf Zelluliod, diese könnten doch eine gewisse Hoffnung und Orientierung geben? Kann sich Hollywood nicht einmal damit auseinandersetzen? Nun gut. Hier allerdings noch zwei weitere Blockbuster des trashigen Nachhaltigkeitskinos.


(Zardoz)< Damit aber noch nicht genug, hier noch ein Leckerbissen der besonderen Art:
(Soylent Green)

Da uns fast allen klar ist, dass die technikgläubigen StarWars-Phantasie nicht realisierbar sind und wir demnächst mit Warp 4 durch den Weltenraum spacen, wird es langsam Zeit sich nach neuen Alternativen umzusehen.

Netto (nicht schön)

Links geht´s zum Netto. Schön ist das nicht. Besonders, weil´s am Ziel keine Mindestlöhne gibt (siehe Kommentator bei Hechelgelbling). Und spinnt man die Lieferkette zuende, erst recht nicht (vgl. Supermarktmacht).

(gesehen bei Hechelgelbling).

Bilig um jeden Preis? Wollen wir das?


(Foto: Supermarkt-Initiative bei der Grünen Woche in Berlin; mehr Fotos bei Flickr/Oxfam).

…oder lieber fair und teuer? Genau diese Diskussion gabs beim SWR, nachzulesen hier. Hilde G. sind sie zu teuer und Nicole K. achtet genau darauf, Hajan kauft sie, Rainer B. hat sogar welche dabei und Manuel D. kaufte früher sogar FairTradeKaffee. Heute hat er keine Kaffee-Maschine mehr (dafür aber eine coole Sonnenbrille). Und Du?


(Foto: Rainer B. – ohne Kaffeemaschine, aber mit cooler Sonnenbrille; Quelle: SWR)