Von der Sehnsucht nach Ödnis bzw. Following-MaLa


(Bildquelle: Erdschollenarchiv)

Das Bild entstammt der Serie „Sommer 2009 Kivalina, Alaska“ und gehört zum Artproject Betty Beier Climate Change.

Beim Durchklicken meiner Feeds bleibe ich beim obrigen Bild hängen. Eine „Sehnsucht nach Ödnis“ steigt in mir auf. Was bleibt einem melanchonischen Blogger anderes übrig als nach Ödnis zu googeln, während er auf die Mittagspause wartet…? Plötzlich erscheint MaLa. Ein Blogeintrag vom 18. Februar 2006, überschrieben mit der Überschrift „Ödnis“. 1154 Wörter, 5763 Zeichen (ohne Leerzeichen), 6912 Zeichen (inklusive Leerzeichen). Ich verliere mich in Ihrer Gedankenwelt. Richte einen Account ein, um Ihren Gedanken zu folgen. Ein weiteres Pseudonym ist geboren: Following-MaLa.

Oh, wie bekomme ich jetzt die Kurve zum Nachhaltigkeits-Guerilla-Blog? Naja, das Bild oben heisst Climate Change und entstammt der Serie „Sommer 2009 Kivalina, Alaska“. Seid doch mal so frei und recherchiert selbst weiter. Ausgangspunkt, wie sollte es anders sein:
http://www.google.com/search?q=klimawandel+alaska&rls=com.microsoft:*:IE-SearchBox&ie=UTF-8&oe=UTF-8&sourceid=ie7&rlz=1I7ADBS

Die Nachhaltigkeits-Guerilla lässt von sich reden.

Kurze Ankündigung:

Wer über bzw. von der Nachhaltigkeits-Guerilla lesen mag, kann es zur Zeit sogar auch offline machen.
[Für diejenigen, die nicht (mehr) wissen, was Offline-Lesen heißt: vor der Zeit des Internets benutzte man bedruckte Holzmasseblätter (siehe „Papier„), die man in einem Laden kaufen oder sich liefern lassen konnte, um Information zu beziehen.]

In der Tat wurden gleich zwei Artikel von bzw. über uns bei der aktuellen Ausgabe des Fundraiser-Magazins veröffentlicht.

So leiten sowohl eine der Nachhaltigkeits-Guerilla-Gründer Patricia als auch die NG-Bloggerin Céline (icke halt) in das Titelthema „NPO-Marken“ ein:

  • Starke Marken als emotionale Brücken in das Herz des Spendersvon Patricia Schulte
  • Virales Marketing am Beispiel der Nachhaltigkeits-Guerillavon Céline Dedaj

Wer Interesse hat und das Magazin nicht bei sich zu Hause oder bei seinem Verein/seiner Organisation finden kann, kann gegen Portokosten sich es nach Hause schicken lassen. [Siehe „Postversand„, wie mit einer E-Mail, bloss in den Briefkasten draußen]

Schick, oder?

Schau nicht zu, wenn die Welt untergeht

„hey leute 🙁 ich habe so eine angst das die welt 2012 untergeht ich habe so viele videos und so gesehen und immer wieder sagen es alle weiß einer ob das stimmt ich hab so eine angst davor ich waäre dan erst 14 :(„, sprach Dennis Kassel

Oh, mein Gott, diese Angst, die da geschürrt wird, ist hart.

Und die Antwort: „Liebe/r Denniskassel,

ich frage mich, ob Du einen Rat suchst oder nur diskutieren möchtest? gutefrage.net ist eine Ratgeberplattform und daher ist dein Beitrag auf der Startseite fehl am Platz. Um Diskussionen zu führen oder auf etwas hinzuweisen, ist unser Forum da: www.gutefrage.net/forum. Ich bitte dich, dies bei deinen zukünftigen Fragen zu beachten.

Lies doch auch nochmal unsere Richtlinien hierzu (http://www.gutefrage.net/policy).

Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,

Tim vom gutefrage.net-Support“

Tja, was soll man dazu sagen. Vielleicht war Gutefrage.net einfach der falsche Ansprechpartner!

Bloss, wer ist der richtige Ansprechpartner?

Schau nicht zu, wenn die Welt untergeht; und 2012 ist eh´ definitiv zu früh. Stattdessen verweist der Astro- und Quantenphysiker Broers auf seinem Blog www.revolution-2012.com für das Jahr 2012 auf einen Bewusstseinssprung von revolutionären Ausmaßen hin, auf einen grundlegenden Umbruch, der die Menschen zwingen wird, zu erwachen und sich in einer anderen Dimension des Seins neu zu erfinden. Und wie? Hier der Trailer dazu: http://www.revolution-2012.com/der-film/

Schau nicht zu, wenn die Welt untergeht:

(Bildquelle: Feathers and Latex)

Ein paar Anreize, was der junge Herr Kassel tun kann, hat z. B. der Nachhaltige Filmblick mit verschiedenen Spots, gerade für die Zielgruppe Jugendliche, aufgezeigt (vgl. www.nachhaltiger-filmblick.de oder auch den Filmblick-Youtube-Kanal mit weiteren Spots u. a. vom Holk).

Oder wendet Euch an Transfer21, das Jugendumweltnetzwerk oder oder oder (jede Menge Links gibts z. B. hier).

Lieber Tim vom gutefrage.net-Support-Team: Deine Antwort war ein echtes Armutszeugnis! www.gutefrage.net ist wohl eher für Fragen bzgl. eines Currywursterhitzers…?


(Bildquelle: Feisar)

Köln, wie es sinkt und lacht

Von Karneval kann man ja halten, was man möchte:

Dieses Jahr meldet sich Seak One zu Wort; mit einem Karnevalswagen zum Thema Klimawandel: „Köln, wie es sinkt und lacht“


(Bildquelle: Seak one)

Mehr zu den doppel- und dreifachdeutigen Spässcken, sowie ein paar Nahaufnahmen, auf dem Blog von Seak One!

China setzt an zu grüner Technologierevolution

„Die Chinesen überholen uns“, wird seit Jahren gejammert. Und jetzt setzen sie auch noch zur grünen Technologierevolution an (vgl. Rat für Nachhaltige Entwicklung). Ojemene. Aber ich muss sagen, ich gönn´ es ihnen, denn schließlich trainieren sie auch hart:

(Bildquelle: Limmat Sharks Zürich)

Interessanterweise heisst das Bild „AlternativeWarmUp“. So sieht also die alternative Wärmequelle von morgen aus. Kein Wunder also, dass uns die Chinesen in Sache ‚Grüne Technologierevolution‘ überholen. Sie suchen einfach neue Ansätze und Wege. In diesem Sinne: „Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.“ (vgl. WikiQuote: Chinesische Sprichwörter)

… und wie unsere Ahnen nackig rumrennen?

Back to the roots, ist ein Weg, den viele Alt- und Neuökos einschlagen. Aber so weit to the roots wie mit der „Paleo-Diät“ gehen noch wenige. Nein, es handelt sich nicht um die Diät, die die Paleo-Festival-Besucher machen (Bier, Sandwichs, Kaffee und klebrige Energydrinks, nehme ich an) machen.

One with Mother Earth at Paléo Festival

One with Mother Earth at Paléo Festival Quelle: http://nimg.sulekha.com/

Die Paleo-Diät (oder „Steinzeitdiät“ genannt) ist eine Ernährungsform, die sich an der angenommenen Ernährung der Menschen in der Altsteinzeit orientiert, in der sich Ackerbau und Viehzucht ausbreiteten. Das heißt: man bzw. frau isst nur noch Fleisch (Wild), Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Obst und Gemüse, auch Kräuter, Pilze, Nüsse, Esskastanien und Honig. Insekten und Würmer sind auch erlaubt, falls einer oder eine darauf Lust hätte.

Adieu Milch und Käse, Getreide und Getreideprodukte wie Brot. Lebensmittel wie Oliven, die ohne Verarbeitung ungenießbar wären, sind ebenfalls zu meiden. Industriell verarbeitete Nahrungsmittel wie Zucker, alkoholische Getränke oder Fertiggerichte gehören also auch in die Vergangenheit. Als Getränke werden nur Wasser und Tee aus Kräuteraufgüssen akzeptiert. Nix Latte Macchiato, nix Krawallbrause.

Quelle: http://4.bp.blogspot.com/

Aber warum wohl???

Weil es neu und trendy ist? Na, Herr Voegtlin schrieb schon 1975 darüber.

Weil es gesund ist? Wahrscheinlich, wenn man allerdings die vorgeschriebene Menge an Fleisch und Eiern einnimmt und nicht 3 Mal am Tag Steak isst. Denn wie-Urmenschen-essen heißt auch, viel weniger essen. Der Genuss von Fleisch wird also von einer Fastenzeit gefolgt. So isst man wieder mit Respekt vor der erlegten Beute. Und nimmt nicht zu.

Weil es besser schmeckt? Besser ist Geschmacksache, anders auf jeden Fall. Wer sich bisher nur von Fertiggerichten ernährt hat, wird staunen, wie echte wilde Beeren oder ein selbstgegrilltes Hähnchen mit Gewürzhonig schmeckt.

Weil es in NY gerade hype ist? Meinetwegen. Jedenfalls scheinen wohlhabendere Stadtkinder da eine neue Möglichkeit für sich entdeckt zu haben, sich ein schöneres „echteres“ Leben zu gestalten und somit ein „neues“ subkulturelles Milieu geschaffen zu haben.

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Auch im Sportbereich scheint der Anteil der Menschen immer grösser zu werden, die trainieren wollen, nur wie die Natur es ihnen erlaubt: ohne irgendwas, am besten Barfuss in Wäldern und mit blossen Händen an Felsen wie der Franzose Erwan Le Corre – Erfinder des MovNat – oder mit Steinen zum Werfen.

Quelle: http://www.youtube.com/

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Mir scheint diese Tendenz, sich naturnäher zu bewegen und ernähren, insoweit interessant, dass es uns wieder mit Eywa, „Mutter Natur“, verbindet, und uns zu mehr Respekt und Vernunft im Umgang mit natürlichen Kräften und Ressourcen anregt.

Aber ich würde es nicht gleich übertreiben. Urmenschen lebten selten mehr als 30 Jahre, konnten sich kaum artikulieren, regulierten ihr soziales Leben mangels Wortschatz mit viel Gewalt und rennten nackig durch die Gegend rum. Also bei mir ist draußen aktuell weit unter Null Grad und ich mag es auch im Sommer nicht auf zivilisiertes (sprich: dezent verhülltes) Auftreten verzichten.

Man kann sich auch einfach mal die Rosinen herauspicken.

Veränderung selber machen

…ist gut, aber manchmal hilft (nur) spenden (und telefonisch nachhaken, wie Torch empfiehlt). Hier eine Liste mit Institutionen von Welthungerhilfe bis SOS-Kinderdorf, die Spendenkonten für ‚Hilfe für Haiti‘ eingerichtet haben. Torch, selbst gebürtiger Haitianer, steht Rede und Antwort zur Situation vor Ort (auf dem Blog von ‚I love Graffiti‘). Lest selbst.


(Torch / Bildquelle: I Love Graffiti)

Spurensuche und Geheimschrift

Nach Moos- und Reverse-Graffiti gibts jetzt RainCampaign®. Schön ist, dass es mit Regenwasser funktioniert und somit kein Wasser verschwendet wird und kein Stromaggregator gebraucht wird, um den Wasser-Spritzer zu verwenden. Trotzdem bleibt die Frage offen, welches ‚Geheimtinte‘ verwendet wird und aus welchen Materialien diese besteht.

(Bildquelle: Yps-Fanpage)

…wenn die Geheimtinte, so wie auf der Website von RainCampaign vorgestellt, allerdings dazu genutzt wird, um für Autoreifen Werbung zu machen, dann bevorzuge ich doch lieber herkömmliche Farbe, aber die dann bitte auf Fahrradreifen…

(Bildquelle: Entdecke die Vielfalt)

Hustler im E-Mobil


(Bildquelle: Lizzy Peters).

Green should never be seen. Ich mache daraus mal: Ökoklamotte sollte nicht nach Ökoklamotte aussehen und Ökomobil nicht nach Ökomobil.


(© Jean-Phillip Dyeremose)

Na, da haben wir ihn ja, den aggressiven Dandy, wie im letzten Beitrag 2009 beschrieben, der seine Umwelt mit Syle verändert (obwohl der junge Herr so herrlich harmlos aussieht, dass das Wort ‚aggressiv‘ hier schwierig zu gebrauchen ist, aber Fachausdruck ist Fachausdruck).

Die Frage ist allerdings, reicht sowas, wie Jean-Phillip Dyeremose green-fashion-mäßig designt hat, um nicht nur die LOHASEN zu überzeugen, sondern auch die ‚Pimps‘ der Stadt, also hat die Klamotte Statuskraft ‚in da hood‘? Fraglich… (Und andererseits: Ist des LOHASen Statussymbol, nicht gerade sein ‚Nachhaltigkeits-Getue‘, so dass es ihm statusmäßig vielleicht sogar besonders wichtig ist, dass er nachhaltig konsumiert? Von daher kann ich mir vorstellen, dass es für diesen Typus sogar von Nachteil sein kann, dass Green nicht gesehen wird…).


(Bildquelle: MOK)

Werner Maschewsky, einer der wenigen Umweltgerechtigkeitsexperten in Deutschland, hat bei seinen Recherchen nachgewiesen, dass fast alle Umweltprobleme, die die Gesundheit beeinträchtigen, in sozial benachteiligten Stadtteilen auftreten. Trotzdem ist das Thema Green Fashion, Grüner Konsum, Grüne Mobilität in diesen ‚benachteiligten Kiezen‘ kaum Thema.

Glaubt Ihr echt, Ihr bekommt MOK, ‚Hustler aus Neukölln‘ in das Ökomobil unten hereingestopft (?), oder in die Klamotte oben (?):


(Bildquelle: Grüne Mayen-Koblenz)

Wäre ja schön, aber bis dahin bedarf es wohl noch seine Zeit…

Nachhaltigkeit ist ja so sexy (endlich), Teil 2


(Bildquelle: Every Day should be Saturday)

Tja, jetzt debattieren die Damen und Herren der Nachhaltigkeits-Community schon seit Jahren darüber, wie Nachhaltigkeit sexy verpackt werden kann, und mir fallen gleich zwei Bilder in die Hände (und das an einem Tag!), die Nachhaltigkeit sexy machen: Diesmal ist es die Versinnbildlichung von erotischer nachhaltiger Mobilität – eine Fahrradrikscha, die eine Stripperin durch die Strassen zieht! Wow, ich lach mich tot. Na, dann debattiert mal schön weiter, während ich Pole-Dance lerne… mehr