Zum heutigen Wahlsieg von Trump

Money controls the world and that’s it
And once you got it,then you can talk shit
Zitat Ice-T in „Power“

Bildquelle: www.behance.net

Exkurs: POWER. it starts with P like pussy. (aus dem gleichen Song)
https://www.youtube.com/watch?v=d3rhBwnNU6o

Guerilla-Balkonia

Vor gefühlten Tausend Ewigkeiten haben wir hier das Guerilla-Wohnzimmer vorgestellt. War übrigens ein Heidenspaß damals. Nun sorgen die TOYs für die passende Begrünung der Balkone. Hier geht´s zum Video. Dass die B.Z., die Morgenpost und die Bild darüber, durchaus positiv, berichten kann man ja finden, wie man möchte. Ach, was soll´s, ich habe gute Laune, finden wir es doch einfach mal gut!

Halbstarke interessieren sich für Blumen. Bildquelle: fernsehersatz.blogspot.de

Ja, Halbstarke interessieren sich für Blumen. Auch früher hat sich die Jugend schon für Natur interessiert, wie man an dem Bild von Udo Jürgens mit Meer, Stein und Dame unschwer erkennen kann. Aber dies nur als kleiner Exkurs.

Halbstarke interessieren sich für Natur. Bildquelle: Zeit.de

(A)n (f)ür (D)ie besorgten Bürger

Bildquelle: www.zeit.de

Sag mal, was sind denn das für Falten?
Das sind doch keine Lachfalten.
Nein, das sind doch Sorgenfalten!
Gegen Sorgenfalten hilft die Hotline für besorgte Bürger:
http://interkulturell-leben.de/hotline-fuer-besorgte-buerger
Ali Can anrufen, Sorgen los werden, faltenfrei weiterleben.
„Darunter ist eine Telefonnummer zu verstehen, unter der ein ehemaliger Asylbewerber zu einer bestimmten Uhrzeit erreicht werden kann.
Mit ihm kann über Erfahrungen, Fragen, Ärger oder Sorgen bzgl. der zunehmenden Flüchtlinge bzw. Asylbewerber in Deutschland gesprochen werden. Das ist ein freies Angebot – ernst gemeint un kostenlos!“
(Zitatende)
Ali Can anrufen, Sorgen los werden, faltenfrei weiterleben.

Iceberg Slim

Das Interview mit Iceberg Slim ist eine echte Rarität. Heute würde man so einen Typen hinter eine Milchglas-Scheibe setzen und seine Stimme elektronisch verstellen. Früher setze man ihm eine Schweigen-der-Lämmer-Maske auf, damit er ja nicht erkannt wird: Iceberg Slim. Ice-T und Ice-Cube benannten sich nach ihm. Ice-T, der eigentlich Schauspieler werden wollte (und es letztendlich auch geworden ist) baute ein ganzes „Spielfilm-Set“ aus Iceberg Slim´s Geschichte in fast allen seinen Musikvideos auf. In New Jack Hustler spielen Wesley Snipes und Kollegen mit der Welt des Iceberg Slims. Pimping, Hustling, Bitches, High Rollers, Drug Dealing etc. pp. Snoop und seine Jungs folgten dem ganzen Simsalabim. Heute kann man soetwas aus Retrogründen hören. Sicherlich. Aber letztendlich sollte die ganze Schose als Schauspielerei gesehen werden und nicht mehr zur Nachahmung dienen. Rappt mal lieber über soziale Themen – und wenn Euch dazu nüscht einfällt, dann meinetwegen über Party, Party, Party. Ist mir auch Recht. Word.

Guerilla-Pflanzstock

Sieh mal einer an: ein Guerilla-Pflanzstock.
Was wohl aus dieser Idee von 2009 geworden ist?

Gentrifizierung poppen

(StreetArtPiece: kem)

Warum immer im eigenen Saft schmoren…? Nutzen wir die Chance, dass Berlin scheinbar so sexy ist, und ständig neue heiße Miezen und Kater antingeln – darum sagen wir: Gentrifizierung poppen. Was das Ganze verdammt nochmal mit Nachhaltigkeit zu tun haben soll? Die Sorge um nachfolgende Generationen. Sorgen wir uns nicht länger, sondern poppen die Gentrifizierung. Die Nachhaltigkeits-Guerilla ist am Start – und gentrifiziert Dein Gedankendorf.

Die Nachhaltigkeits-Guerilla sagt Tschüss

Wir wollen es kurz und schmerzlos machen: Wir haben beschlossen, die Ära der Nachhaltigkeits-Guerilla zu beenden.

Vor ca. 5 Jahren haben wir angefangen und hatten eine Mission: Kreativ, kommentierend, mit Aktionen oder viralen Spots wollten wir für eine gerechte und nachhaltige Welt kämpfen. Das haben wir 5 Jahre lang gemacht und hatten verdammt viel Spass dabei.

Warum lösen wir die Nachhaltigkeits-Guerilla also auf?

Wie Ihr mitbekommen habt, ist hier in letzter Zeit nicht mehr soviel passiert. Gefühlsmäßig ist die Nachhaltigkeits-Guerilla für uns eher Vergangenheit als Zukunft. Wir haben Lust auf Neues, Macht und Geld!

Ein weiterer Grund: Wir wollen nicht auf Abmahnungen von Anwälten warten, nur weil wir uns einen Spass erlaubt haben. In Zeiten, in denen ein Gesetz, wie das Leistungsschutzrecht durchgewunken wird, ist uns das Risiko einer rechtlichen Auseinandersetzung einfach zu hoch.

Es geht nicht immer so glimpflich aus, wie damals als Edel-Ali-Fresh auf der Flucht war vor dem Anwalt von Hoppelhase Hans. Bei der damaligen Abmahnung sind wir ohne Strafen davongekommen. Edel Ali Fresh wird bis heute vermisst.

Wir blicken zurück auf fünf Jahre Nachhaltigkeitsguerilla:

Wir haben heute erschreckend festgestellt, dass unser erster Eintrag tatsächlich schon 5 Jahre alt ist. Wir haben uns als Ideenschmiede für eine nachhaltige Welt verstanden.

Einerseits haben wir die Grenzen der Nachhaltigkeit versucht theoretisch zu ergründen. Andererseits sind auch praktische Projekte entstanden, wie der Fliegende Kaffee, die Obdachlosen-Uni-Berlin, AdInfect, Guerilla-Wohnzimmer und Internet für Obdachlose. Sicherlich waren darunter auch viele Trash-Ideen, aber, hey, es war lustig:

Wir sagen danke für die schöne Zeit und die vielen Projekte an unsere Nachhaltigkeits-Guerilleras und -Guerilleros Jasmin, Ali, Celine, Ronny, Tim, Holger, der grüne Holk, Tobi, Peggy, Lukas, Anna, Lisa, Katharina, Katja, Hendrik, Marcus, Franz, Paula, Karsten, Patricia, Julia, Verena und noch viele mehr. Und zu guter Letzt sagen wir auch auch unseren treuen Leserinnen und Lesern ein dickes Dankeschön.

Macht’s gut und Prost, Maik und Marcel

Der 20. März ist Kackstadtinterventionstag

Ein Blick in den Kalender verrät es. Heute ist Frühlingsanfang. Zeit für Frühlingsgefühle und FRÜHJAHRSPUTZ! Doch momentmal, ich habe ja gar keinen funktionsfähigen Staubsauger! Schnell die Stiefel übergezogen und auf zum Kackstadt am Hermannplatz.

Den Weg dahin versüße ich mir mit einem Schaufensterbummel. In der Auslage vom Buchhandel in der Hobrechtstraße liegt ein interessantes Buch: „Glossar der Interventionen“. Wow, denke ich mir, das schaue ich mir mal näher an. Ich gehe in den Laden, blättere im besagten Buch und muss kichern: Es gibt unendliche viele verschiedene Formen der Invervention. Und jede Branche definiert sie anders. Versicherungsagenturen, das Militär, Coaches und Aktivisten…

Vor ein paar Jahren, als ich noch den Master in Community Development in München anstrebte, hatte ich vor, über „Interventionen im öffentlichen Raum“ eine Arbeit zu schreiben. Hatte ich dann aber gelassen.

Kurz krame ich in der Brieftasche und überlege, die knapp 20 Euro für das Buch auszugeben. Doch dann fällt mir wieder ein, wofür ich eigentlich losgegangen bin. Ich brauchte ja einen Staubsauger. Ich verlasse den Buchhandel und gehe meinen Weg zum Kackstadt weiter.

Ein Blick auf die Straßen gibt mir recht: Heute ist definitiv nicht Frühlingsanfang, heute ist Kackstadtinterventionstag.

Ode artificielle

Oh du schnödes Plastik,
versüßt uns das Leben – hälst es sauber und bequem.
Bist dann auch schnell aus unserem Sinn,
und rottest fortan alleine vor dich hin.

Foto oben: aus der Ausstellung Plastic Garbage Project

So, und wer genießt jetzt seinen Nespresso-Kapsel-Kaffee?? Die sind ja zum Glück aus Aluminium.

Null Euro Weihnachten!

<<WeihnachtsWinterWichtelWahnsinn>>

Alle Jahre wieder und dennoch immer wieder unfassbar. Letztens verkündete das Radio die frohe Botschaft: der Einzelhandel atmet auf, die Umsatzzahlen klettern rauf! Endlich strömen die Konsumenten wieder in die Neuzeit-Tempel, um sich mit neuen Winterjacken, warmen Klamotten, Weihnachtsdeko, -gebäck und –geschenken einzudecken. Klimawandel hin oder her, letztere Konsumfallen sind der Fels in der Wirtschaftsbrandung, denn nichts ist in diesen Zeiten so gewiss, wie dass Weihnachten kommt! Deshalb erleben wir jedes Jahr aufs neue eine logistische Punktlandung, wenn uns bereits ab Ende November quietschrote Dekoartikel und Lebkuchen in den Regalen anlächeln.

cc by jasmin

Doch sollte nicht auch hier mal das Stichwort “Nachhaltigkeit” fallen? Worin liegt der Sinn, jedes Jahr aufs neue Christbaumschmuck, Adventslichterketten und Wintermützen zu kaufen? Früher hatte man seine Winterkiste, die genau einmal pro Jahr aus dem Dachboden geholt, entstaubt und wiederbelebt wurde. Heute scheint diese Tradition nicht mehr zu existieren, traut man den hiesigen Warenbergen in den Läden.

Noch schlimmer wird das Ausmaß, wenn man sich Wichtelabende anschaut. Maximaleinsatz: 5€. Heraus kommt eine Ansammlung unnützester Spaßartikel, wie Rudolf-Mützen, Gelkerzen, singende Weihnachtsmannfiguren oder ulkige Nippes-Engel. Für 30 Minuten lachen sich die Beschenkten beim Wichtel gegenseitig aus, wer hat das unnützere, wer das amüsantere Geschenk? Traurig, dass man zusammengerechnet sicherlich über 100 Euro für Dinge ausgegeben hat, die direkt oder auf Umwegen wieder im Müll landen werden. Aber das ist ja nicht weiter schlimm, denn Wegwerfen ist mittlerweile unser Volkssport. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit schaffen wir es tagtäglich riesige Mengen Müll zu produzieren und diesen dann auch effizient aus unseren Augen zu transportieren. Wo genau der Müll dann landet und wie lange er noch existieren wird, bevor er wieder in die Bestandteile zerfällt, aus denen er gewonnen wurde, das können wir kaum mehr abschätzen. Hier haben wir es mit einer sauberen Angelegenheit zu tun, denn paradoxerweise machen wir uns mit Müll keine schmutzigen Hände. Das Abfallsystem ist so ausgeklügelt, dass wir in einer fast desinfizierten, hygienisierten Welt leben. Aber warum ist das so unerfreulich? Immerhin steigt der Lebensstandard, na klar. Schlimm ist es nur, weil es aus den Augen, aus dem Sinn ist und uns dadurch das Bewusstsein dafür nimmt, was für Unmengen an Produkten wir hinter uns lassen. Und das wiederum führt ganz im Sinne der Industrie dazu, dass wir fröhlich weiter konsumieren. Fortschritt bedeutet schließlich produzieren und damit einhergehend auch konsumieren. Wer dem entkommen will muss verzichten…?

Wie wäre es denn, wenn wir zu Weihnachten mit Re- und Upcycling anfangen? Dafür gibt es genügend gute Gründe und ein Wichtelabend mit 0€ Produkten kann viel amüsanter, kreativer und gemeinschaftlicher sein, wenn wir statt einer Kerze, eine Zeichnung, ein Kuscheltier aus alten Socken oder eine kleine Gesangseinlage erhalten. Diese Idee verfolgt auch die Plattform Zeit statt Zeug: www.zeit-statt-zeug.de bei der man ready-made Ideen und Gutscheine für Kochabende statt Kochbücher, für Strickstunden statt H&M-Schals oder auch Reparierhilfe statt neuem Fahrrad erhält. Aber das geht doch noch besser!

Deshalb ruft Nachhaltigkeitsguerilla alle Guerilleros zu einem Weihnachtsboykott auf: das Null-Euro-Weihnachten.

Wer von euch schafft es, Weihnachten für 0€ zu verbringen (oder zumindest annähernd 0€) und dennoch seinen Freunden & der Familie erfreuliches zu bereiten? Postet oder schickt uns gerne eure Recycling- oder Gratis-Geschenkideen!

Einzig Oscar aus der Tonne könnte das Ganze nicht in den Kram passen. Aber der kann dieses Jahr vielleicht auch mal leer ausgehen..