Kapitalismuskritik: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen

(Zuviel) Geld macht taub, blind und stumm.

(Zuviel) Geld macht taub, blind und stumm.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Obdachlosen-Uni,
ich freue mich, dass sich bisher über 20 Freiwillige gefunden haben, die bereit sind, die Obdachlosen-Uni zu unterstützen. Einige haben sich bereit erklärt, organisatorische Leistungen zu erbringen, andere stellen Fläche zur Verfügung und eine dritte Personengruppe erklärte sich bereit, ehrenamtlich als Dozent dabei zu sein.
Weitere Freiwillige sind willkommen!
Die Themen gehen von Computerkurse über Geschichte, Philosophie, Schreibwerkstatt, Psychologie der Werbung, Ägypten, Überleben auf der Strasse, Persönlichkeitsentwicklung, Deutsch, Schach, Campingkochen, Geschirrherstellung aus Ton, Alkoholkrankheit und Depression, Keramik und Blumengestecke, die Geschichte der Lüge, Englisch und Französisch, bis hin zu Bewegungs- und Bewerbungstraining sowie Motivationstechniken.
Die Dozentinnen und Dozenten sind teilweise ehemalige Dozenten von der Universität der Künste, eine Dozentin von der Humboldt-Universität ist vertreten, ein Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts, der Leiter des Instituts für Sozialwissenschaften und Partizipation, sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnungsloseneinrichtungen, Studentinnen und Studenten, Berufstätige und, naja, einfach Engagierte!
Wir möchten uns alle gegenseitig mal kennenlernen (!), um etwaige Fragen beantwortet zu bekommen, um Zeitabsprachen zu treffen und gegebenenfalls bereits einen Stundenplan zu erstellen. Wichtig wäre, dass jede/r sich vorab Gedanken macht, was sie/er leisten kann und möchte („2 x monatlich eine Vorlesung zu Philosophie, aber nur in den Abendstunden“ o. ä.)
Das Treffen findet am 10. März 2012, 10 bis 12 Uhr, in den Räumen des Brückeladens statt (Schnellerstraße 120, 12439 Berlin). Trau Dich und sei dabei!
Ich freue mich über Rückmeldungen (auch über Zu- bzw. Absagen). Für Rückfragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.
Twitter: https://twitter.com/#!/obdachlosenuni
Facebook: http://de-de.facebook.com/pages/Obdachlosen-Uni-Berlin/147755445340088
Betterplace: http://www.betterplace.org/de/projects/8937-obdachlosen-uni
Heute hatte ich die Ehre und das Vergnügen, im Brückladen Schöneweide die Obdachlosen-Uni Berlin zu eröffnen. Der Laden war gerappelt voll, am Vormittag gab´s ein Theaterstück und nach dem Mittagessen war mein Part eingeplant. Am Eingang steht ein Stehtisch, dahinter befindet sich, essend, ein Herr. Nun brauchte ich den Tisch aber, um den Beamer darauf zu stellen. Ich entschuldigte mich und sagte, „ich muss Ihnen leider den Tisch klauen“. Als ich genauer hingucke, stelle ich fest, dass es sich bei dem essenden Herren um einen Polizisten handelte. „Oh“, warf ich ein, „‚klauen‘ war wohl der falsche Ausdruck, ich meinte ‚kurz mal entführen‘, äh, nee, nee, also ich meine, ich brauche den mal…“. Naja, der Polizist verstand mein Gestammel… und half mir.
Hier nun meine Präsentation aus dem Brückeladen: Praesentation-Brueckeladen-Obdachlosen-Uni-maik-eimertenbrink
Der vollständige Bericht erscheint am Samstag, den 11. Februar in der Berliner Morgenpost.
Ach so, und hier noch ein Link zu http://www.pfo-berlin.de/eingang.html (Polizisten für Obdachlose e. V.)
Wir suchen noch Leute für die Obdachlosen-Uni Berlin (http://de-de.facebook.com/pages/Obdachlosen-Uni-Berlin/147755445340088), die uns unterstützen. Kontakte machen, Vorträge ausarbeiten, Sprachen vermitteln (auch Computersprachen), Öffentlichkeitsarbeit, Hobbies vorstellen… Wozu das alles: Wohnungslosen, Obdachlosen, Menschen mit Armutserfahrung neuen Input geben (nicht immer nur Hygiene, Essen, Trinken, Schlafen, sondern Filme machen, Jonglieren, Fotografieren und was Euch sonst noch so einfällt…) Und dafür brauchen wir (Hobby-)Dozenten! Oder eben auch Global Heads of Social Development, Projektentwickler, Social Web Officer, je nach dem, was Ihr auf Eurer Visitenkarten stehen haben möchtet… Zeugnisse gibts auch. Entweder von der Nachhaltigkeitsguerilla e.V. oder von unseren Projektpartnern. Ganz nach Wunsch.
Die Obdachlosen-Uni Berlin ist eine Art „Nomaden-Uni“, d. h. wir „tingeln“ von Wohnungslosen-Einrichtung zu Wohnungslosen-Einrichtung und bringen uns gegenseitig etwas bei. Der IT-Experte vermittelt Computerkenntnisse, der wohnungslose, (vormals) Fremdenführer, stellt die Länder vor, die er bereist hat etc. So wird neue Motivation geschaffen, Neues gelernt, Hemmschwellen abgebaut.
Ein Gehalt gibts übrigens nicht. Is´n Ehrenamt (Ehre, wem Ehre gebührt). Sollten mal Sponsorengelder fließen, teilen wir schwesterlich! Einfach eine Mail an action@nachhaltigkeits-guerilla.de schreiben. Danke!
Eigentlich wollte ich auf Cranio 4 hinweisen, der die Strassen Brasiliens mit Motiven gegen Konsumwahn und Kapitalismus verschönert (vgl. http://urbancomfort.de/cranio-street-art-brasilien/). Ronald McDonald steht dabei immer wieder für Kapitalismus bzw. für „Ronald Mc´Dólares“.

(Bildquelle: sampagraffiti.com)
Während ich so weiter recherchiere fällt mir plötzlich ein weiteres Bild in die Hände:

(Bildquelle: hamlethamster)
Au weia, McDonalds muss immer wieder herhalten, wenn´s darum geht, auszuteilen. Die können einem schon fast leid tun. Obwohl…
Das wars mal wieder von EdelsAlterEgon. Gute Nacht!

(Bildquelle: sampagraffiti.com)