Face your Food

Endlich mal eine wirklich gelungene Kampagne. Face your Food von Fairfood International. Leider kann man bei der Aktion scheinbar nur mitmachen, wenn man bei Facebook angemeldet ist, aber naja, so ist´s halt.

Ansonsten ist alles ganz einfach. Man lässt sich einfach beim Essen filmen, das ganze wird durch einen Gimmick rückwärts abgespielt, Musik hinterlegt und fertig. Am Ende dann die Frage, ob man je aufgehört hat, darüber nachzudenken, wo unser Essen herkommt. Ja, haben wir grad gestern abend drüber gequatscht. Die Aktion kommt also just-in-time und ja, die Sache unterstütze ich gern!

Der direkte Link: http://www.face-your-food.org/

Dicke Autos und schlanke Hunde

10. Oktober 2010, 15:12 Uhr – es ist mal wieder soweit. Auf Spiegel-online erscheint ein Artikel mit der Forderung nach einem neuem Wachtumskonzept. Das Bruttoinlandsprodukt a.k.a BIP ist scheinbar sowas von Out! Doch was gibt´s stattdessen, um den Wohlstand zu messen? Ein Blick ins Portmonaie zum Beispiel? Komm zeig mir Dein Handy und ich sag Dir, wie wohlhabend Du bist. Oder vielleicht am 50 Dollar Haarschnitt? Wie damals bei Nino Brown von den Cash Money Brothers?


(‚New Jack City‘, 1991, Bildquelle: 2.bp.blogspot.com).

Get rich or die trying – sagt ja auch schon 50cent. Oder Ice-T damals im legendären High Roller (zugegebenerweise etwas übertrieben): „The girls drive Ferrari, not Cadillacs“.

Doch nun heisst es umdenken! Nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften, sondern an die Stadt denken, ans Umfeld, an die Hood.

Schaut man sich das Video an, wird man an der einen oder anderen Stelle an Berlin-Kreuzberger Ecken erinnert… Es heisst also, in den Kiez investieren, statt in dicke Autos und schlanke Hunde. Bow Wow wow yippie yo yippie yeah. Investieren muss übrigens nicht immer Cash heissen, sondern auch Zeit, Mühe, Vorbild sein und ‚Veränderungen selber machen‘.

Wer Anregungen braucht und nicht gleich einen Master machen will (obwohl der Master der Streetuniversity auch interessant zu sein scheint, vgl. Street-University Berlin), dem sei zunächst ein Besuch der Experiment-Days (vom 25. bis 31. Oktober 2010 im FORUM Factory, Besselstraße 14, 10969 Berlin, vgl. Experimentcity) empfohlen (aber ehrlich gesagt, muss es da doch noch mehr geben, irgendwas, was mehr ‚abgeht‘. Für Empfehlungen sind wir immer dankbar und dafür gibt´s ja auch die Kommentarfunktion hier im Blog! In welches Projekt würdest Du Edel Ali Fresh stecken?)

Aber zurück, zum Ausgangspunkt. Welchen Index gibt es denn, um das Gemeinwesen besser zu bewerten, wenn man vom BIP loskommen möchte? Da gibt zum Einen den Big-Mac-Index, den Happy-Planet-Index und und und. Ich werde sie mir mal genauer anschauen, und in den nächsten Tagen dazu veröffentlichen. Bleibt also dran!

Lebensweltorientierung nach Habermas vor dem Hintergrund des gemeinnützigen Vereins Nachhaltigkeitsguerilla e. V.

(Zwei Lebenswelten, Bildquelle:
http://www.bbc.co.uk/london/content/images/2008/09/24/alexandra_manea_450x320.jpg)

Wer schon immer mal etwas Theoriehintergrund zur Nachhaltigkeits-Guerilla wünschte, dem sei mit dieser Publikation geholfen:

Inhalt
1. Kommunikatives Handeln und Lebenswelt nach Habermas – eine Einführung

2. Formal organisierte Systeme, Lebenswelt und ihre gegenseitigen Abhängigkeiten

3. Das Selbstverständnis der Nachhaltigkeits-Guerilla: Jugendgerechte Aufbereitung und lebensweltorientierte Handlungsansätze

4. Beispielhafte Blogeinträge

5. Reflexion

6. Literatur- und Internetquellen

Auszugsweise soll das Kapitel 3 hier einmal online gestellt werden, die komplette PDF kann hier heruntergeladen werden.

Viel Spass beim Lesen!

Kapitel 3 (Auszug): Das Selbstverständnis der Nachhaltigkeits-Guerilla – Jugendgerechte Aufbereitung und lebensweltorientierte Handlungsansätze

Der gemeinnützige Verein Nachhaltigkeitsguerilla e. V. hat sich laut Satzung die Kommunikation über Themen des Umweltschutzes, sozialer Belange und einer Nachhaltige Entwicklung zum Ziel gesetzt. Der Verein Nachhaltigkeitsguerilla will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Ressourcen endlich und Missstände alltäglich sind und daran arbeiten, Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Als Instrumente verwendet der Verein u. a. Internet-Spots, öffentliche Aktionen und virales Marketing. Die Themen orientieren sich dabei an nachhaltige Kultur und Bildung, Naturschutz, Politik und Menschenrechte.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bildungsarbeit zu oben genannten Themengebieten, Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen bei Ideen und Umsetzung von Spots und Aktionen sowie Öffentlichkeits – und Informationsarbeit. Dabei sollen Nachhaltigkeitsthemen zunächst so verpackt werden, dass sie einen Platz in den Lebenswelten derjenigen Jugendlichen finden, die sich bisher kaum oder gar nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt haben. Neben der jugendgerechten Aufbereitung sollen aber möglichst auch immer jugendgerechte und lebensweltorientierte Handlungsansätze aufgezeigt werden.

Über den Blog www.nachhaltigkeits-guerilla.de sollen oben genannte Themengebiete so beschrieben werden, dass sie die Lebenswelt von Jugendlichen berühren. Sie sollen dort ‚abgeholt’ werden, wo sie sich befinden. Die Themen werden deshalb mit Street Art, Guerilla Art, Graffiti, HipHop, Viral Spots etc. ‚gewürzt’ und jugendgerecht aufbereitet.

Ziel ist es, die Beiträge auf Blogs zu Street-Art, auf Youtube, oder auch auf publikumsstarken Seiten, wie Bild.de oder Otto.de zu platzieren, indem die jeweiligen Blogbetreiber auf unseren Blog verweisen bzw. an Blogkarnevals teilgenommen wird.

Neben der jugendgerechten Aufbereitung der Themen soll auch immer ein Handlungsansatz geliefert werden, der die Lebenswelt der Jugendlichen betrifft. Es werden demnach weniger Nachhaltigkeits- themen aufgegriffen, die von Wirtschaft und Politik behandelt und bearbeitet werden, sondern möglichst Handlungen und Ideen nahegelegt, die vom Jugendlichen selbst umgesetzt werden können bzw. zumindest ein Verständnis zum Umdenken herbeiführen.

Das Ziel der Nachhaltigkeitsguerilla ist es, die ‚Verarmung der Lebens-Welt’ zu stoppen und dazu zu befähigen, oder zumindest zu ermutigen, jenseits von formalen Strukturen eine Veränderung herbeizuführen. Der Untertitel des Blogs www.nachhaltigkeits-guerilla.de heißt deshalb auch ‚Veränderung selber machen’: Das Individuum soll in seiner Lebenswelt Veränderung herbeiführen (und sich nicht auf die ‚formalen Systeme’ Verwaltung, Wirtschaft etc. verlassen).

komplette Publikation runterladen (hier klicken)

Nachhaltigkeitssymbolik I – T-Shirt-Mania

Wir sind Kinder einer visuellen Kultur. Keine Generation ist bislang mit mehr Bildern aufgewachsen und bombardiert worden als wir – niemand orientiert sich mehr an philosphischen Texten – unsere Vorbilder stammen aus Comics, Filmen und Soaps, unser Wissen speist sich aus Schaubildern und Statistiken. Wie war das noch mit den drei Säulen bzw. Kreisen von Nachhaltigkeit? Da dies unserer Meinung etwas zu wenig ist, haben wir uns auf die Suche nach weiteren Symbolen und Bildern gemacht, die mit der Idee aufgeladen sind. Das Medium dieses Jahrtausends ist das Bild. Es sagt mehr als seitenlange Ausführungen und kann, wenn gelungen, tiefere Emotionen und Gedanken hervorholen.

Zunächst nehmen wir einmal die leicht sektische Szene des T-Shirt-Designs unter die Lupe – hier floriert das Thema ja schon länger. Die Jungs und Mädels schaffen es immer wieder visuelle Ausdrucksformen zu finden, die weit ab sind von Windrad, Sonne und Baum, manchmal aber auch einen wilden Mix aus allem darstellen – auf jeden Fall mit einem gewissen Gespür für Ästhetik. Warum ist Nachhaltigkeit noch nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen? Unsere Antwort: Weil deren Kommunikation immer noch ein deutliches ästhetisches Manko aufweist und die richtigen Bilder nicht oder zu selten kommuniziert werden. Hier mal einige Gegenbeispiele:

Ja, ja, jetzt stellt sich natürlich gleich die Frage: Kann man das alles unter Nachhaltigkeit subsummieren? Im Grunde lassen sich hier schwer Grenzen ziehen, da es sich beim Begriff um ein „metafix“,  wie Andrew Dobson es so treffend formuliert, handelt, der Ideen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen führt. Ob Nachhaltigkeit thematisiert wird oder nicht, bleibt zum Teil auch dem Betrachter überlassen. Wer die Ausstellung „Ästhetik und Nachhaltigkeit„, die momentan in Berlin-Wedding zu finden ist, einmal besucht, kann das wohl nur bestätigen – aber dazu ein anderes Mal.

Wir würden behaupten, dass es eine gewisse Tendenzen zu mehr kritischen und ökologischen Themen im T-Shirt-Design gibt. Oder wer hat vor drei Jahren schon ein T-Shirt mit einem Baum getragen? Individuelle T-Shirts als Ausdruck der eigenen Identität, zugleich aber auch als kritsiche Ausdrucksform, um solche Themen in die Gesellschaft zu tragen.

Hiesige Fotos stammen von den T-Shirt-Design-Riesen  a-better-tomorrow und threadless. Noch mehr Engangement weist die Xtinct-Kampagne auf, die von unterschiedlichen Designern Motive zum Thema Artenstrerben entwerfen lässt und diese dann auf den Markt bzw. auf die Strasse bringt. We like it – natürlich nur, wenn ökologisch produziert und fair gehandelt.

Native sustainabilty & digital indians

Neueste Entdeckung auf unserem Streifzug durch das Unterholz der Grossstadt stellt obiges Exemplar dar, das für uns Bote und Mahner zugleich ist. Wir fragen uns wie die hiesigen Grossstadtindianer wohl aussehen mögen – barfüssig, mit Federschmuck und wilder Gesichtsbemalung? Nein, wohl eher urban-casual auf beräderten Pferden, mit leuchtenden LapTops in ihren nächtlichen Betonzelten, trotz alledem aber Mutter Erde im Herzen. Schon komisch welchen Boom auf einmal die Natur in Design, Innenarchitektur und Werbung erlebt, spüre ich das gerade alleine so? Federn an Hüten, Blumen auf Kleidern, Holz- und Steindeko überall, und jeder ist so bunt und Eins mit dem Planeten. Jedenfalls kommt dies momentan stark hoch, selbst in der Streetart, die wir mal als subversiv-feinfühligen Indikatoren von Gesellschaftsentwicklung ansehen wollen. Natur wird wieder sexy und Sex sells. Aja, apropos, wer die NGO fuck for forest noch nicht kennt, diese sollte hier auch mal Erwähnung finden als eine Art des kreativ-sinnlichen Umweltschutzes.

Generell bekommt man gerade das Gefühl als ob sich eine über Jahrunderte unterdrückte Sehnsucht nach einer Verbindung mit der Natur wieder erhebt oder ist es doch nur ein Trend, gemacht von Marketingexperten, denen langsam die Themen ausgegangen sind? Wie war das noch mit der Romantik, kommt diese zurück oder hat das alles noch eine ganz andere Färbung? Glaubt man Susan Baker und Kollegen mit ihrem mehrstufigen Entwicklungskonzept von Nachhaltigkeit, so erreichen wir die „ideale“ Nachhaltigkeit erst dann, wenn wir das anthropozentrische Naturverständnis hinter uns lassen. Der Mensch muss erst wieder demütig seine Rolle als Bestandteil des Systems begreifen und sich nicht als übermächtiger Designer, Former und Lenker des Ganzen gebärden. Sind diese ganzen Anzeichen also kleine seismographische Beben vor dem dem grossen Kulturwandel oder ist doch wieder alles nur Fassade?

Falls ihr urbanen Waldkinder und Nachhaltigkeitskrieger da draussen Bilder von Euch oder ähnlichen Entdeckungen im Stadtraum habt, dann schickt uns das Material und wir stellen es zusammen. Dies soll allerdings kein Aufruf zu strafrechtlich verfolgbaren Handlungen darstellen – wir verstehen uns.

Sonnige Stickerattacke

Atomkraft? Nein Danke! – ein Grossteil der Bevölkerung ist sich einig. Doch was, wenn die Bundesregierung am Volk vorbei die Laufzeiten der AKWs verlängert? Wem das am meisten nützt, ob die Massnahme wirklich die Grundlast stützt und erneuerbar-dezentrale Energien davon gleichermassen gewinnen, wollen wir nicht auch noch diskutieren. Wir beobachten in dem ganzen Prozess vermehrt das Auftreten von den bekannten gelb-roten Stickern im öffentlichen Raum. Der Protest artikuliert sich nicht nur per Demo auf der Strasse sondern auch in Form bunter Aufkleber an Strassenbahnhaltestellen, auf Bänken und Verkehrsschildern. Wo kommen die Stickerflut plötzlich her? Erinnert sich angesichts der momentanen Situation ein jeder an die letzten Exemplare in seinem Schreibtisch, steckt womöglich eine Lobby dahinter oder eine politische Partei? Obwohl es ja eigentlich das Relikt einer zurückliegenden Zeit ist, so ist er doch hochaktuell und findet immer mehr Verwendung. Dass der Diskurs dadurch weiter angetrieben wird scheint offensichtlich, das Mobilisierungspotential bleibt allerdings im Nebel. Das Peachbeach Designkollektiv hat den Klassiker runderneuert und ihm ein zeitgenössisches Aussehen verschaft, der nun auch styleverliebte Menschen die Möglichkeit gibt, sich als Atomkraftgegner zu outen.

Selbst im Online-Bereich machen sich die runden rot-gelben Protest-postIts breit. Über das Twibbon-Tool kann jeder, der sich die Arbeit mit einem Bildbearbeitungsprogramm ersparen will, das kleine AND-Tag anstatt auf seine Jacke auf sein Profilfoto bei facebook laden. Kreativer Protest nach unserem Geschmack. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit an den online-Petitionen des Bundestages Teil zu nehmen, aber wir mögen die unorthodoxen Methoden.

Richtige Zeichen und Signale setzt man meiner Meinung nach allerdings immer noch mit dem Wechsel zu Ökostrom. Hier gibt es alle Infos.

Edel Ali Fresh verlässt die Nachhaltigkeits-Guerilla

Soeben haben wir ein Schreiben von einem kölner Rechtsanwaltsbüro bekommen, in dem wir auf eine Rechtswidrige Nutzung von Bildmaterial hingewiesen werden.

Unser Mitblogger Edel Ali Fresh hat es leider versäumt, sich die Rechte für ein Foto vom Hoppelhase Hans auf Mallorca einzuholen, dessen Bild er für den Artikel ‚Ökologische Potenz‘ verwendet hatte.

Als gemeinnütziger Verein haben wir natürlich nicht die Möglichkeit die angedrohte Vertragsstrafe von 5.100 Euro zu zahlen.

Leider verliefen alle unsere Kontaktversuche zu Herrn Edel Ali Fresh, um die Sache abschließend zu klären, ins Leere. Als Betreiber des Blogs www.nachhaltigkeits-guerilla.de und Vorstand des Vereins Nachhaltigkeitsguerilla e.V. habe ich mich letztendlich dazu durchgerungen, alle Einträge von Edel Ali Fresh zu löschen und auf Kulanz des Klägers zu hoffen.

Andererseits nehme ich dies als Chance zu einem ‚Neuanfang‘ und einer Umorientierung des Blogs – weg von Böswilligkeit, Ironie und Angriffslust, hin zu eigenen Ideen – so wie der Blog und auch der Verein anfangs konzipiert wurde.

Auch wenn ich Edel Ali Fresh´s direkte, etwas böswillige, Art des Schreibens persönlich mochte, so muss ich nun leider sagen: Edel Ali, falls Du diesen Eintrag liest, melde Dich, bitte, damit wir über ein weiteres Vorgehen sprechen können. Ansonsten: „ahoi – Helden ’sterben‘ früh“.

KiezTaxi (Miets im Kietz)

Ihr kennt ja unsere schicke Vereinsrikscha! Hier noch mal ein schickes Foto, aufgenommen in einem geheimen Hinterhof in Berlin.

Leider haben die Jungs und Mädels und Damen und Herren aus der Nachbarschaft meist wenig Geld und nehmen den Fahrrad-Rikscha-Dienst selten in Anspruch. Die eine Möglichkeit wäre nun, am Brandenburger Tor etc. auf Touristen zu warten und diese für ordentliches Geld Unten den Linden spazieren zu fahren.

Doch wie schafft man es, auch die Omi von nebenan, zu diesem Vergnügen zu verhelfen. Eine Rikschatour durch Neukölln, Kreuzberg und Co.?

Es ist schon eine Weile her, da gab es Rikscha-Touren bei ‚Nächste Ausfahrt Wedding‘. Hier ein Foto von damals… Die Veranstalter hatten damals die tolle Idee, an einem Tag kostenlose Wedding-Touren anzubieten und dabei den Gleimtunnel neu zu beleben.

Damals hatten wir allerdings noch keine eigene Rikscha. Stattdessen hatten wir sie von einem Verleiher in Berlin angemietet.

Nun aber zur heutigen Situation: Wir haben also diese Rikscha parat, und möchten Touren in den Kiezen z.B. Neukölln und Kreuzberg anbieten. Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten, wie
– Transporte zum Arzt, zur Apotheke etc. für ältere Menschen
– Kieztouren durch den Görlitzer Park
– Spassfahrten auf Kiezfesten

Das ganze ist umweltfreundlich, verbindet Menschen und macht aufmerksam auf ‚Neue Möglichkeiten‘, denn wie gesagt, bisher ist Fahrradfahren und Nachhaltiges Gedankengut noch nicht überall angekommen und Fahrradfahren ist nicht in allen Milleus gleichermaßen hipp wie bspw. in den etwas betuchteren Gegenden wie bspw. Berlin-Prenzlauer Berg o. ä. (vgl. Artikel Hustler im E-Mobil).

Vielleicht ein Fall für den Quartiermeister? Oder für die Ideeninitiative Zukunft? Oder auch als Tauschgut beim Kreuzberger Tauschring?

Mehr zum Thema Rikscha gefällig? Gern: Nachhaltigkeit ist ja so sexy Teil 2, Neuer Spot geplant für Gute Seiten, schlechte Seiten in Berlin..

Entschleunigung, Gratisökonomie, Nutzen statt besitzen und Co

All die in der Überschrift genannten Schlagworte hatten bereits einen eigenen Artikel auf unserer schönen Nachhaltigkeits-Guerilla-Seite. Nun bin ich dank Link vom Konsumpf auf einen Art-Artikel gestossen, der alle Nachhaltigkeitsdebatten (naja, viele jedenfalls) noch mal in Street-Art übersetzt.

1. Entschleunigung:

(„45 km/h“, 2008: Harmen de Hoop, Bildquelle: Art-das Kunstmagazin)

Schlagwort Entschleunigung – siehe hierzu auch Rikscha – Rikscha und Sleep-to-go.

2. Stadtnatur:

(„Untitled“, Washington, 2006: Mark Jenkins, Bildquelle: Art – das Kunstmagazin)

Schlagwort Stadtnatur – siehe hierzu auch Wildvolk am Haken und StadtWild.

3. Gratisökonomie

(Harmen de Hoop: „For free!“, Rotterdam, 2005. Bildquelle: Art – das Kunstmagazin)

Siehe hierzu auch (a) Open Source und Nachhaltigkeit aus dem Open-Source-Jahrbuch 2008 und den Zitty-Artikel zum Thema Umsonstladen, in dem u. a. my man Johannes Dietrich interviewt wird (Yeah Johannes, do it!).

4. Nutzen statt besitzen

(Harmen de Hoop: „Sandbox“, Amsterdam, 1996. Bildquelle: Art – das Kunstmagazin)

Bei dem Bild musste ich sofort an die Schaufel denken, die Holk uns damals gebastelt hatte und Patricia und ich sie beim (sogenannten) ersten Treffen Berliner Nachhaltigkeitsengagierter vorstellten (obwohl ich mir nicht sicher bin, ob sich nicht evtl. doch der eine oder andere Berliner Nachhaltigkeitsengagierte vorab schon mal getroffen hatte…). Hier nochmal das Protokoll zur Einsichtnahme.

Holk, falls Du diesen Eintrag liest – könntest Du noch ein Foto von der Schaufel rüberschicken? Ich habe alle Schaufeln verschenkt…

Nachtrag vom 24.08.2010:
Voila, da sind sie, die Fotos vom Holk. ‚Nutzen statt besitzen‘ steht drauf und sie liegen zur freien Verfügung auf ausgewählten Spielplätzen in Berlin.

Nicht nur wir haben uns Gedanken gemacht zum Thema ‚Nutzen statt besitzen‘ sondern neben uns auch das Erzbistum München und Freising, die Aachener Stiftung (da hätten wir unser kleines Projekt sogar einreichen können. Zu spät…) und die Verbraucherzentrale. Ach ja, und zu den Prinzipien des Ecodesigns gehört Nutzen statt besitzen auch.

Für Österreich gibt es eine schöne Liste mit ‚Nutzen statt besitzen‘-Anbietern, und zwar hier. Für Deutschland bzw. zunächst mal Berlin fange ich eine solche Liste jetzt einfach mal an. Schaut also die nächsten Tage immer mal wieder auf www.nachhaltigkeits-guerilla.de vorbei!

Danke Caroline (Nachhaltigkeitsguerilla wird Wissenschaft)

Soeben kam folgende Mail rein. Wow! Wir sind Wissenschaft!

Lieber Herr Eimertenbrink,

ich möchte Sie darüber informieren, dass am 13. August mein Buch zum Thema „Kommunikation von Nachhaltigkeit in Fernsehen und Web 2.0“ im VS-verlag für Sozialwissenschaften (Springer) erscheint, bei dem ich u.a. Weblogs der deutschen Nachhaltigkeits-Blogosphäre untersucht habe. Und unter diesen ist auch Ihr Blog. In der Gesamtauswertung gehe ich allerdings nicht explizit auf die einzelnen Blogs ein (sondern abstrahiere die gefundenen Ergebnisse), dennoch gibt es beispielsweise eine Übersicht über das Netzwerk aller von mir untersuchten Blogs. Ich möchte demnach nur Bescheid geben, dass Ihr Blog in meinem Buch erwähnt wird.

Herzliche Grüße und weiterhin viel Energie für Ihre Arbeit!

Caroline Glathe

Danke Caroline!