Tja, jetzt debattieren die Damen und Herren der Nachhaltigkeits-Community schon seit Jahren darüber, wie Nachhaltigkeit sexy verpackt werden kann, und mir fallen gleich zwei Bilder in die Hände (und das an einem Tag!), die Nachhaltigkeit sexy machen: Diesmal ist es die Versinnbildlichung von erotischer nachhaltiger Mobilität – eine Fahrradrikscha, die eine Stripperin durch die Strassen zieht! Wow, ich lach mich tot. Na, dann debattiert mal schön weiter, während ich Pole-Dance lerne… mehr
(Bildquelle wird nachgereicht, sobald es mir wieder einfällt…)
„Die Vorbehalte gegen Regenwasser in der Waschmaschine sind in der Regel irrational. Denn die Regenwasserqualität in der Zisterne ist meist besser als man denkt. Bei fachmännisch eingebauten Regenwasser- nutzungsanlagen kann man heute davon ausgehen, dass die Regenwasserqualität der von Badewasser entspricht. Vorraussetzung ist hierfür, dass das Regenwasser kühl und vor Licht geschützt gelagert wird. Anderfalls würde das Wachstum von Keimen und Algen gefördert, was die Qualität des Regenwassers beeinträchtigt. Ein Einbau der Zisterne im Erdreich kommt diesen Kriterien entgegen.“ (Zitat aus Ökologisch bauen)
Wow! Na dann Badewanne aufs (grüne) Dach gestellt, warten bis der Regen fällt und baden nach Lust und Laune! Und wer dabei auch noch so gut aussieht, wie auf dem Foto, der hat´s geschafft Nachhaltigkeit endlich sexy zu kommunizieren!
Via Schöner.wärs.wenns.schöner.wär hab ich´s gefunden: Die StreetArt-Kampagnen zu Durst, Hunger und Kapitalismus. Die Schöner-Werder haben´s bei den Rebel-Artlern gefunden und eben diese haben es vom Vandalog und fabriziert hat´s letztendlich der Specter:
(„Durst“; Drink water vorher und nachher; Bildquelle: Specter Art)
Hier wurde so an der Typo gebastelt, als sei die untere Worthälfte bereits im (Hoch-)Wasser verschwunden. Das Graffiti spielt somit wunderbar mit der Landschaft. Wenn der Wasserspiegel weiter ansteigt, liest man bald nur noch „I don´t believe in“ und der Betrachter kann sich selbst aus(und an-)malen, woran er nicht glaubt: „I don´t believe in Klimakonferenz“ (z. B.).
StadtWild war ein Beitrag u. a. über die Rückeroberung der Stadt durch das (Graffiti-)Wild. Bei /seconds zeigt Antonakis Christodoulou, wie es ist, wenn sich das Wild (fast) unauffällig und ganz beiläufig unters Volk mischt.
(Owlhead / Bildquelle: /seconds)
Bleibt zu hoffen, dass sie nicht am Haken enden….
(Wildvolk als Beute / Bildquelle: Lehrprinz)
„skaters by their very nature are urban guerillas: they make everyday use of the useless artifacts of the technological burden, and employ the handiwork of the government/corporate structure in thousand ways that the original architects could never dream of.“, Zitat Craif Stecyk, Fotograf der Z-Boys
Das Schöne am Themenfeld Nachhaltigkeit, Community Development, Urban Interaction, Stadtentwicklung etc. ist, dass man alles rein packen kann, wenn man bloss um eine winzige Ecke denkt (Breakdance, Street Art, Hip Hop und jetzt auch Skateboarding!). Super zu wissen, dass ich schon immer Nachhaltigkeit gelebt und geliebt habe, und dieses, ohne es zu wissen! Der erste public skate park in the City of Miami ist ein Eintrag auf urbancityarch wert: „These kinds of interesting urban interactions are what makes dense cities interesting incubators of human diversity, drama, and spontaneity.“ (Zitat: urbancityarch)
Der Skater als Stadtentwickler. Der Skate als Incubator of human diversity. Interessante Gedanken, nur noch nicht überall angekommen…:
Nachtrag vom 09. Dezember 2009 An dieser Stelle gebe ich einem Kommentar von Scal recht. Das Video hat nicht sooo viel mit dem Artikel zu tun. Vielleicht an dieser Stelle lieber ein Video von Paul Rodriguez…(?):
Heute mal ein kurzer Eintrag; aber nach meinen Einträgen zu Bauchtanz, Burkas und Bikinis und meinen Künstlervorstellungen in What country would jesus bomb, wobei nur Guerilla, Burka und Bombing als Stichworte herhalten mussten, soll nun mal die positive, offene, internationale Sprache des Breakdances vorgestellt werden. Super Video, oder (?):
Yeah! By the way: Wisst Ihr eigentlich woher Michael Jackson seine Moves hat (?):
…eventuell doch von Bob Fosse’s „Snake in the grass“ im 1974er „Der kleine Prinz“?
Tanzen verbindet. Das hatte auch die UNESCO erkannt und bereits 2006 das Projekt Wohin gehst Du? ins Leben gerufen. Was ist eigentlich daraus geworden? (Womit wir schon wieder bei den Kiezfesten mit Breakdance-Elementen wären…)
Vor nicht allzu langer Zeit, wurde die Gruppe ‚Smart Rhythm‘ bei ‚Der Westen‘ vorgestellt. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass man durch das Tanzen nicht auf die schiefe Bahn gerät”, erklärt Seyit Öztürk hier in einem Interview.
Also, alle Aspekte sprechen dafür: Rein in die Dancing-Schuh, I got another funky rap for you.
Das Bubble-Projekt sammelt ‚Sprechblasen-Plakate‘, sprich Plakate, auf denen, dem Protagonisten eine (manchmal) sozialkritische Aussage in den Mund gelegt wird. So wird z. B. aus einem Grand-Theft-Auto Videokonsolespiel-Werbeplakat eine Anti-Kriegs-Erklärung:
(Bild: ‚What country would Jesus bomb‘, Bildquelle: Bubble-Projekt)
Schön, schön.
Prinzessin Hijab verteilt zwar keine Sprechblasen, dafür aber Burkas und Guerilla-Masken, und verändert somit ebenfalls die ursprüngliche Werbeaussage und lädt zum Nachdenken ein:
Auch finde ich die ‚Close Window‘-Aktion wirklich ansprechend. In der Web-Welt kann alles (auch jeder Werbebanner) einfach weggeklickt werden. Im Real-Life leider nicht. Aber: Symbolisch kann man sich die ‚Close-Window-Kreuzchen‘ auch runterladen und oben rechts auf Werbeplakate kleben! Einfach und gut! Hierzu gibts übrigens auch eine Facebook-Gruppe. Be part of it!
Die 3 Keulen der Nachhaltigkeit Umwelt, Wirtschaft und Soziales sollen bitteschön immer schön ausgeglichen sein im Rahmen seiner 3-Heiligkeit der Nachhaltigkeit. Allzuoft werden die 2 Keulen ‚Umwelt‘ und ‚Soziales‘ aber unter dem Big Boy Economy aufgestellt (schließlich fällt öfters die Wortkombi ‚Nachhaltig Wirtschaften‘, als ’nachhaltig Sozialisieren‘ oder ’nachhaltig Ökologisieren‘ etc. – aber soviel nur am Rande).
Ressourcen sind endlich, Mißstände alltäglich. Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir glauben an die "gute Sache" - und setzen uns für sie ein.
Kreativ, kommentierend, mit Aktionen oder viralen Spots ... wann immer wir Zeit, Lust oder große Wut im Bauch haben: Für eine gerechte und nachhaltige Welt.
Wir verstehen uns als Ideenschmiede und experimentelle Werkstatt und erkunden neue Räume der Nachhaltigkeit.