Ick will mein Arsch drauf verwetten …

… wenn ein Kinderschänder oder ne Kinderpornografie-Bude täglich soviel scheffeln würde, wie ein Atomkraftwerk an einem Tag, dann wäre der Kram genauso legal, wie ne Strahlende Atomklitsche. Gut ich gebe zu, dass ‚Kinder antatschen‘ sicherlich unter den Deckmantel einer ärztlichen Untersuchung laufen würde … aber wir Deutschen lassen uns doch sowieso gerne verarschen: 3,5 Millionen Arbeitslose … jo na klar … oder wir gucken lieber mal weg, wie es in den 40er Jahren wohl üblich war.

Mein Vorschlag für das Endlagerproblem psychischer Kinderwracks der legalen Kinderpornoindustrie: Wieso nicht gleich mit in Gorleben einlagern? Spart Geld und erstmal nicht mehr sichtbar. Wenn Wasser eindringt … um so besser – dann brauchen wir keine Angst vor grußlichen Mutanten zu haben, die sich mit Terroranschlägen rächen wollen.

à propos:Alle haben Angst vor ner schmutzigen Bombe … dafür wird in den letzten 8 Jahren  unser rECHTSSTAAT fleißig zu einem UNrECHTSSTAAT modernisiert, in der Folter als ein legitimes Mittel der Terrorabwehr diskutiert wird und jeder Bundesbürger prophylaktisch seinen Fingerabdruck abgibt, wenn er einen Reisepass braucht. Aber Atomkraft brauchen wir natürlich uneingeschränkt – ohne Ausstieg … das ist doch keine Bedrohung, wenn so ein Ding leckt oder hochgeht. Viel schlimmer als zehntausende Tote, Kranke und Leidende ist die Stromlücke, die schon heute bedrohlich zu klaffen scheint.

Es gibt jetzt übrigens tolle Karten vom Atomforum … die so ganz auf die emotionale Schiene für Atomkraft werben: Jaaaa, ich fress Scheiße, wenn Schokolade drauf steht. Liebes Atomforum … vielleicht heißt es ja bald … Danke für die allerletzte Nacht.

und ein nachtrag … rette deine freiheit … denn ohne sie, können wir uns auch nicht mehr mit nachhaltigkeit auseinandersetzen … geht schlecht in einer demokratur, in der kritische stimmen unterdrückt werden (via blogpiloten).

13 Antworten auf “Ick will mein Arsch drauf verwetten …”

  1. zurück ist er – und gleich richtig derbe! Marcel, danke Dir 🙂

  2. Also ich persönlich verstehe vor lauter Schreck deine Botschaft nicht Marcel. Aber gut, bin als Öko-Aktivistin auch eher in die diplomatisch-bodenständige-Schublade einzuordnen.
    Ich nehme an, du findest folgenden Artikel also zu spielverderisch?
    http://www.nachhaltigkeits-guerilla.de/podcast-wie-ich-gegen-den-klimawandel-den-flughafen-vollkotzte/

  3. spielverderBERisch

  4. Wenn du die ganze Zeit mit Pro-Atom-, Pro-Sicherheitsargumentationen oder gefälschten Statistiken verarscht wirst, dann ist bodenständige, verständnisvolle diplomatie auf dauer nicht auszuhalten … und das geschieht nun mal den ganzen Tag, wenn du kritisch an unserer tollen Medienwelt teilnimmst. Da hilft mir zumindestens Sarkasmus.

  5. Wenn es dir hilft. Mir hat es lange Jahre nicht geholfen, mich darüber zu ärgern. Ich verwende lieber bewusste Gelassenheit. Die Medienwelt ignoriere ich meist (kein Fernseher, kein Radio, kaum Zeitungen). Ich beziehe nur Info 2.0: aus der Mundpropaganda, aus dem Internet. Am liebsten gehe ich direkt an der Quelle, um etwas nachzuprüfen.
    Bei Utopia bin ich nicht der Meinung, dass ihr „kommerzieller Ansatz“ an sich problematisch ist. Böse ist nicht der Kommerz an sich, denn er gehört zur Zivilisation dazu. Verwerflich ist ökologisch, sozial und wirtschaftlich unverantwortliches Verhalten. Ich glaube, dass Utopia eben gut gemeint ist. Gut gemeint heißt allerdings nicht gleich gut gemacht, aber sie lernen ja auch. Wie ich, wie du, wie alle. Darum finde ich Ihre Guerilla-Kampagne putzig. Gruss!

  6. Hey Celine,

    „kein Fernseher, kein Radio, kaum Zeitungen. Ich beziehe nur Info 2.0: aus der Mundpropaganda, aus dem Internet“… hmm, das halte ich für gewagt. Klar, „kein Fernseher“ klingt erstmal intellektuell. „Kein Radio, kaum Zeitungen“… ich weiss nicht, ob man sich auf nur „Info 2.0“ verlassen sollte. Wahrscheinlich genauso wenig, wie auf „Nur Fernsehen“ oder „Nur BZ“; aber ich finde die Mischung machts. So würde ich z.B. nie MIR glauben 😉 sondern eher mich als „Draufstubser“ betrachten und dann doch den einen oder anderen Experten „sprechen“ lassen.

    Im Web 2.0. ist natürlich alles möglich. Wenn ich jetzt sage, wir stellen Gold aus Scheisse her und that´s it, kannst Du das natürlich glauben und weiterverbreiten, aber eine Fachzeitschrift „Biotechnik und Edelmetalle“ kann vielleicht meinen Ansatz revidieren. Klar, wenn Du dann noch den Dr. Kothgold persönlich anrufst, bist Du auf der sicheren Seite (vielleicht).

    Mundpropaganda ist natürlich noch schwieriger. Hotze zu Potse: „Du, der kann Dukaten scheissen“. Potse zu Klotse: „Die Nachhaltigkeits-Guerilla hat eine hochentwickelte Faeces-Cyanidlaugerei“ entwickelt etc. pp und so geht es seinen Weg…. (vgl. http://www.textlog.de/10188.html und
    http://www.ddesignmedia.de/Komplex_Chemie/HTML/GMS/Anwendungen/Cyanidlaugerei.htm)

  7. Was heißt für dich bewusste Gelassenheit? Sarkasmus – naja lieber Zynismus – heißt für mich nicht ärgern, sondern ist ziemlich befreiend …

    In meiner Medienwelt ist das Internet als Medium eingeschlossen ;b Dort werden ja eben auch haufenweise Verarschungen festgestellt und produziert … und dort wird ja ebenfalls versucht – wie in anderen Medien auch – Realitäten zu beschreiben. Daher stellen sich hier genau die gleichen Fragen …

  8. Ich habe Politikwissenschaften studiert und dachte, dass wenn ich selbst Journalistin werde, kann ich meinen Beitrag zu einer besseren Medienwelt leisten… denn ich finde die Medienwelt (nach wie vor) ziemlich Scheiße. „Scheiße“ heißt: oberflächlich, schlecht informiert, sensationsgeil, manipulativ. Im Grunde meist niveaulos und eher schädlich. Solange es keine Medien gibt, denen man enigermassen vertrauen kann, bediene ich mich eben woanders. Vielseitig wohl gemerkt. Das heißt aber, dass ich nur wenige Information verarbeiten kann, denn ich muss jedesmal recherchieren, was tatsächlich Situ ist. Ich setze auf Qualität lieber als Quantität. Wichtiges verpasst man eh nicht, denn man ist nicht aus der Welt!
    „bewusst“, weil ich jede Information möglichst gut verifiziere, die ich für relevant halte. „Gelassenheit“ (In Marcels Worten wahrscheinlich: „Sie können mich mal…“): Ich finde, es ist wichtiger selbst konsequent zu agieren und mit den Mitteln zu kämpfen, die man hat (u.a. Konsum… ja, „strategischem Konsum“), anstatt den Zeigefinger stets hochzuheben und selbst keinen weiteren konkreten Beitrag zur „Weltverberrung“ zu leisten. Mein Ansatz ist bescheiden, aber wie ich meine der Bessere. Ich gehe nicht davon aus, dass „die Massen“ einen solchen Weg gleich gehen wollen würde, aber wer man es nicht selbst vormacht… wer sonst?
    PS: Ein Einblick in dem journalistischen Beruf hat mich davon definitiv hinausgeekelt. Und ich mag weniger „erzählen“ als „machen“.

  9. danke für deine antwort celine. dann sind wir doch gar nicht soweit auseinander 🙂

  10. @Marcel: na sonst würden wir nicht beide hier bloggen, nehme ich an. 🙂

  11. Ganz ehrlich, Marcel?

    Ich kenne dich nicht, und das ist der eine und einzige Eintrag, den ich von dir gelesen habe. Und so, wie du dich präsentierst, ist das polemisch, populistisch und irgendwo auch dumm.

    Atomkraft und Kinderschänder auf eine Stufe stellen? Nachhaltigkeit was dein Niveau angeht ist nicht so dein Ding, oder?

    Und danach ganz pauschal den Rechtstaat als Unrechtsstaat diskutieren. Unrechtsstaat ist ja so ein ganz fesches Wort seit der Diskussion um die DDR damals. Und überhaupt, alles was Kontrolle über mich haben kann, haben will, will mir etwas Böses. Der Böse Apparat Bundesrepublik. Tja schade, dass du weder Vertrauen noch Ruhe bewahren kannst. Der Republik besteht seit Jahrzehnten, der moderne Mensch seit mehreren Jahrhunderten, und kein AKW, kein Fingerabdruck und kein pöbelnder Blogger wird da etwas daran ändern. Guerilla mit stumpfen Säbeln und fast so stumpfen Gedankengängen, scheint mir.

    Und, zum Schluss etwas Persönliches: Nichts gegen deine Person, deine Art, mach dein Ding, aber es erscheint mir alles mehr als suspekt.

  12. Hi Andreas, erstmal vielen Dank für Dein Kommentar.

    Der Beitrag ist zugegebenerweise etwas hart. Ohne irgendetwas rechtfertigen, entschuldigen oder zurückweisen zu wollen, muss ich sagen, dass wir heute (wahrscheinlich) einen solchen Artikel nicht mehr verfassen würden.

    Der Blogeintrag von Marcel ist über ein Jahr alt – viel ist geschehen seit dem. Der Eine ist Vater geworden, ein anderer ist mal ein paar Monate aus der Hauptstadt raus ins Grüne gegangen. Viel Frust hatte sich angesammelt zuvor – ein Umdenken war dringend nötig. Wie Du vielleicht den letzen Beiträgen entnehmen kannst, versuchen wir mehr Ideen, und zwar konstruktive Ideen, voranzutreiben und weniger zu pöbeln.

    NIchtsdestotrotz: Manchmal muss man, glaube ich, übertreiben und polemisieren, um überhaupt Gehör zu finden. Vertuscht, verharmlost, totgeschwiegen und konsensfindend abgenickt wird, und da wirst Du mir, denke ich, nicht widersprechen, genug. Ein kleines Aufbäumen, etwas Druck ablassen, ein ‚wir-lassen-uns-doch-nicht-verarschen‘ kann manchmal doch wenigstens dazu führen, wahrgenommen zu werden, gehört zu werden, und in die Diskussion zu gehen.

    Ich wollte Marcel jetzt nicht verteidigen – ist ja auch gar nicht nötig – sondern aus meiner Sicht der Dinge reagieren. Wie ich Marcel kenne, wird er früher oder später selbst Stellung beziehen. So long, Maik

  13. Lieber Andreas …

    schau dich doch mal um: dummer Populismus ist der Kernbestandteil der gesellschaftlichen Debatten: Sarrazin, Stuttgart 21, die Empörung über Wikileaks, Terrorabwehr. Und leider ist es so, dass sachliche Argumente oftmals ungehört in der Versenkung verschwinden oder schlichtweg von der Mehrheit ignoriert werden. Polemik und Populismus sind Strategien, um Großteile der Bevölkerung für eine Ideologie zu begeistern: Nicht umsonst gibt es einen gewaltigen Rechtsruck in Europa (schau mal in die Schweiz, Frankreich oder Österreich). Hier versagt der öffentliche, sachliche Diskurs und populistische Marktschreier mit dummen Parolen wollen europäische Probleme lösen, in dem sie die „bösen Ausländer“ verjagen.

    Ehrlich gesagt, finde ich heute umso mehr, dass meine Aussagen immer noch ihre Berechtigung haben. Atomkraft hat das Potenzial viele Generationen auszulöschen oder zumindestens arg zu beeinträchtigen. Guck dir doch mal an, wie lange der Müll strahlt. Und der Müll wird heiter durchs Land gefahren, um ihn für eine Atombombe aufzubereiten. Ist dir das klar? Gleichzeitig wird jeglicher Protest dagegen als bügerliche Unsitte populistisch verurteilt –
    das ist die Mainstream-Medienrealität oder siehst du das anders?

    Es gibt Studien, die ein Häufung von Kinderleukämie in der Nähe von Atomkraftwerken aufzeigen. Und da gibt es also keine Berechtigung einen solchen Vergleich wie oben aufzumachen? Klar ist dieser Text hart, provokant und nicht ganz sauber – aber mittlerweile wurde eine Verlängerung der AKW-Zeiten beschlossen, aufgrund von finanziellen Interessen. Das Motto ist hier wie immer: Gewinnen privatisieren, Risiken kollektivieren. Fasse doch bitte solche Schweinerei mal in Worten, die evt. mal etwas bewegen können. Sarkasmus ist da nur mein Mittel, um damit umzugehen. Wenn dir das nicht gefällt, dann schlag mir doch bitte mal einen anderen Weg vor.
    Ich lade dich ein, mal einen Blogtext zu schreiben und an action(at)nachhaltigkeits-guerilla.de zu schicken.

    Zum Thema Unrechtstaat und die BRD: Es gibt eine Entwicklung in diese Richtung, das behaupte ich und außerdem ganz viele andere Menschen, die darüber nachdenken. Und keine Angst, ich als pöbelnder Blogger will sicherlich nicht die BRD abschaffen, dass macht sie irgendwann von ganz alleine. Und nur weil alles schon seit Jahren, Jahrzehnten, Jahrhunderten oder Jahrtausenden existiert, muss man nicht mehr darüber nachdenken und alles genau so hinnehmen? Na gute Nacht …

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