Greenpeace-Report: Lederindustrie profitiert von Umweltzerstörung

Was unschuldig und blank poliert im Regal beim Schuh-Dealer deines (bisherigen) Vertrauens als DAS neue Paar für deine verwöhnten Füße aussieht, wird in Wirklichkeit wohl ein ganz gemeiner Treter sein.

Denn Greenpeace beschuldigt in ihrem kürzlich veröffentlichten Report die Europäische Lederinstustrie und namentlich die Marken Adidas, Reebok, Clarks, Geox, Nike oder Timberland, die ihr Leder u.a. aus Brasilien beziehen, der Umweltzerstörung. Die Firmen begrüßen, so Greenpeace, die günstigen Preise für brasilianisches Leder – doch die dadurch wachsende Rinderzucht fördert direkt die Abholzung des Regenwalds. Wer den Urwald in Brasilien zerstört, schädigt weltweit das Klima. Wir Europäer müssen uns die globalen Auswirkungen unseres Konsums bewusst machen, fordert Tobias Riedl, Urwaldexperte von Greenpeace.

Also, was tun? Wer des Englischen mächtig ist, kann bei der Greenpeace-Aktion “Every Step Counts” seinen Unmut zum Ausdruck bringen. Dazu gibt es auch ein Video, das ich hier leider direkt nicht einbinden kann. :(

Und sonst? Gut, dass gerade Sommer ist! Am besten schlüpfen wir jetzt nur noch in Espandrilles. Die sind luftig, schick, bequem und sogar vegan.

Gibts für teuer Geld und in Bio-Qualität (für Frauen) zum Beispiel von Stella McCartney und (für alle) auch ohne Markenaufdruck, günstig und in diversen Ausführungen zum Beispiel bei Zimt-Latschen.

Ich komme nicht drumrum: Einen Baum zu pflanzen, um neben einem Leder-Boykott dem Abgeholze in Lateinamerika entgegen zu wirken, kann ja auch nicht schaden. Wer nach einem gepflegten Shopping bei Stella noch etwas Geld übrig hat (das fliesst ja jetzt nicht mehr in den bisherigen Schuhkauf, haha), kann sich zum Beispiel bei ForestFinance einen so genannten Baumsparvertrag oder gleich ein ganzes Grundstück in Panama zulegen. Und wenn alles ein paar Jahre wächsts und gedeiht, gibts FSC-zertifiziertes Holz für den Verkauf und damit Holz aufs Konto. Klingt gut.

Schmeiss die Bulette

Was die Berliner Bulette nennen, nennen andere Kreise Frikadelle, Fleischplanzerl oder auch Fleischküchle und Laibchen. Und genauso sehen die original Seed-Bombs auch aus: Die Schmeiss-Frikadelle enthält allerdings Samen und ist für´s Guerilla-Gardening gedacht.

Mehr dazu bei Re-Nest.

EUROPhaltig – vergessen wird mitn Stock gemessen.

[collage by n-guerilla] cc by essjay

Am Sonntag sind EuropaWahlen.  Wir wollten nur nochmal “frEUndlich” dran erinnern. Und wer sich noch nicht so ganz sicher ist, wo er denn sein Kreuz machen soll, der besuche den Wahl-O-Mat. Im Zweifelsfall bleibt ja immer die Option: ALLES durchSTREICHEN.

Um den Übersetzungdienst der EU mal unter die Arme zu greifen, hier nun fein säuberlich aufgelistet _ das Adjektiv nachhaltig in den 23 europäischen Amtssprachen. Guten Appetit.

bulgarisch устойчиво
dänisch bæredygtig
deutsch nachhaltig
englisch sustainable
estnisch säästlikult
finnisch kestävästi
franzöisch durable
griechisch αειφόρο
irisch inbhuanaithei
italienisch sostenibile
lettisch ilgtspējīgu
litauisch tvarus
maltesisch sostenibbli
niederländisch duurzaam
polnisch zrównoważony
portugiesisch sustentável
rumänisch durabil
schwedisch hållbar
slowakisch udržateľného
slowenisch trajnostni
spanisch sostenible
tschechisch udržitelného
ungarisch fenntartható

Mein Name ist Hase und ich bin ein Meisterwerk

Ich mag lange Ohren, das war schon immer so. Besonders tolle Exemplare besitzt der Feldhase, der für die Deutsche Wildtier Stiftung auf Plakaten Modell steht und mich jeden Tag beim Weg zur und von der Arbeit begeistert. Es gibt noch zwei weitere Motive mit Wasserfrosch und Rothirsch. Auch wenn alle Tiere sehr hübsch in Szene gesetzt sind: Ich bevorzuge den Hasen. Wie gesagt, die langen Ohren …

Das isser:

Süß, ne?

Ein Meisterwerk.

Jeans: Import-Schlager aus China und Bangladesch

Deutschland führt die Hitparade bei Jeans-Importen aus China und Bangladesch an, veröffentlichte heute das Statistische Bundesamt. Mehr als die Hälfte aller nach Deutschland importierten Jeans stammen damit aus den beiden Ländern. Eine traurige Erstplatzierung vor der Türkei, Pakistan, Tunesien und Italien.

Jeans sind beliebt, keine Frage. Außer Dita von Teese ist mir niemand bekannt, der keine Jeans trägt. Wer Jeans und die Umwelt gleichermaßen liebt, sollte sich allerdings für ein Modell aus Bio-Baumwolle und fairem Handel entscheiden, z.B. von Edun oder Kuyichi. Wer seine Jeans schon so lange und innig liebt, dass sie fast auseinander fällt, kann sich über den aktuellen Destroyed Look freuen und sie beherzt weitertragen. Macht Johnny Depp übrigens seit Jahren. Wer mit Jeans gut versorgt ist, aber trotzdem was kaufen will, erwirbt am besten einen Baum. Und wer gar nichts kaufen will, genieße die Sonne – ab morgen solls Regen geben. Das wäre wiederum gut für den frisch gepflanzten Baum …