Veröffentlicht am 26. März 2009 von Edel-Ali-Fresh
(Idee: Maik Eimertenbrink)
“Du und Du, ihr dürft nicht vergessen, es handelt sich um konkrete Poesie, eine Poesie, die konsumierfeindlich, mit anderen Worten, die Aktivität der Lesenden verlangt, wenn auch der Freiraum, der zur Verfügung steht, seiner Ausgesetztheit (der gewaltigen Macht des Konsumsogs gegenüber) begrenzt ist.”
(aus Claus Bremer: Farbe bekennen – Mein Weg durch konkrete Poesie, Zürich, 1983. S. 49)
Reclaim-the-Streets-Anleitung: …einfach jeden Buchstaben einzeln anklicken, ausdrucken, aufkleben (Wer´s größer mag, muss es größer machen – wird dann ein wenig pixeliger, schadet aber nicht). Aber bitte immer vorher den Wandbesitzer fragen (…)
Veröffentlicht am 25. März 2009 von Edel-Ali-Fresh
Veränderung selber machen – das ist das Motto unseres Blogs. Nun bestätigt der renommierte Zukunftsletter (Chefredakteur: Matthias Horx), unter `Trends´: Der neue Hype um Selbstgemachtes und Gewöhnliches. Plötzlich gibt es, so wörtlich, eine Rückbesinnung auf Wurzelgemüse, Hobby-Gärtner als Mikrounternehmer und Kamine, die zum neuen Lebensmittelpunkt werden. Auch eine Hühnerfarm im Vorgarten macht sich, laut Zukunftsletter, recht gut.
Wer jetzt gleich mal loslaufen und sich eine Hühnerfarm zulegen möchte, dem sei geraten, sich erst mal schlau zu machen, z.B. bei wer-weiss-was. Z.B. habe ich dort, unter der Rubrik “Hühnerfarm eröffnen…” grad gelernt, dass, ich zitiere, Batteriehühner meist einen Schaden haben, “Legen wo sie gerade stehen, kriegen zu einem Gutteil nicht mit, daß sie jetzt frei leben und fressen nichts mehr weil sie das Futter nicht finden, zeigen neurotisches Verhalten…”, und dass das Futter von Raifeisenmärkten & Co angeblich recht teuer ist… Also: erst kalkulieren und dann Veränderungen selbst machen!
Update vom 15. April 2009 bzgl. der Haltung von Hühnern: Hier gibt es eine Petition gegen “Battery Farming for Laying Hens” und ein Klick weiter wird ein Video gezeigt, wie lebenden Kücken die Schnäbel maschinell abgeschnitten werden. Oh mein Gott. Splatter pur (dabei sollte es doch eigentlich ein lustiger Beitrag werden, aber ich musste den Zusatz einfach anfügen…)
Veröffentlicht am 18. März 2009 von Edel-Ali-Fresh
“Kohle-nur-noch-zum-grillen” scheint eine “Virale Bombe” zu werden – und auch noch eine virale Bombe für die gute Sache! Das freut uns und wir möchten die Aktion auch gern unterstützen.
Aber, wenn schon nicht persönlich dabei, dann doch wenigstens styletechnisch beratend – für die nächste “Kohle-nur-noch-zum-grillen”-Aktion möchten wir gern das passende Guerilla-Outfit vorstellen…
Leider ist oft aLLes so schrecklich hektisch & stressig im deutschen Alltag. Als stiller Beobachter solcher Gefilde komme ich nicht drum herum, festzustellen, dass dieses unangenehme, ansteckende Individual-Gut meist 100% hausgemacht ist. Das verwundert: denn Brot können wir nicht backen, aber ein handgemachter, feiner Stress-Flash ist immer drin. Der schlägt dann noch – o weh – aufs Gemüt und sättigt dabei aLLein die Psyche mit unnahrhäftigstem fAst-food.
Es ist schwierig den handgemachten Bösewichten zu entrinnen. Denn ist der hekTICK erst einmal viral verbreitet , ist man meist in Windeseile von allen Seiten eingeklemmt. Wie kann man sich nur daraus befreien? … um sich schlagen, wegmeditieren, in Panik verfallen?
Macht ER jetzt noch ne Stunde mehr Yoga in der Woche und sprintet danach doch wieder jeder dahergelaufenen S-Bahn hinterher? nEE kann ER nicht, kriegt ER nicht hin. Da ist nämlich noch ein anderer ER, der pünktlich zu seinem Yoga-Kurs kommen will. Doch BEIDE haben erstmal Ruhe – Gehirnerschütterung – 2 Wochen Bettruhe.
Schön, wenn ab und an ein ALL-Tag drin ist – dem Dilemma einfach schwebend entkommen – auf ins ALL! Da ist dann ALLes egal und damit nicht mehr wichtig. Außerdem kann man sich dort überALL umgucken und ALLerlei beobachten. Dort sieht der stressgeplagte Beobachter andere Länder, andere Leute, andere Lebensarten und muss feststellen: dass Überflüssigkeit und Energieverschwendung eigentlich gar nicht nötig sind. Warum nicht die überschüssige und verschwendete Energie einsetzen und Veränderung selber machen? oRiginal handgemacht am eigenen Ich.
Ey relax man … enjoy your life … welcome. ankommen. los sofort … zack zack – auf Befehl.
Mmh … geht auch so irgendwie nicht. Doch hat man einmal Glück und erwischt – in sha’allah – einen findigen Tag und den richtigen Schneid – dann kann man manchmal, in Phasen der Besinnung – den ALL-Tag im Alltag entdecken.
In diesem Sinne sei nun ein kleines Filmchen bereit, uns zu amüsieren und das geschriebene Wort Revue passieren zu lassen.
[vom Nachhaltigen Filmblick 2007 - Der Verrückte (El Loco)]
Veröffentlicht am 16. März 2009 von Edel-Ali-Fresh
Die Jury hat entschieden: Der erste Preis “Klima Clima – Kategorie Website oder Blog” geht an die Nachhaltigkeits-Guerilla! Schön, dass selbstgemachte Veränderungen doch noch eine Chance haben. Unser Motiv ist es, Veränderungen zu zeigen, die jedermann und Frau auch wirklich selbst machen kann und so jede/r einen Teil zu einer nachhaltigen Welt beitragen kann…
Wir sind hocherfreut und gratulieren an dieser Stelle auch den Gewinnern der Kategorie Internetfilm, als da wären:
1. Preis: The Room, von Han-Wei You and Robin Breda
2. Preis: Unsere Erde, von Frederike Wagner
3. Preis: Konstrukt Erde, von Henning Müller, Marius Schulz, Felix Bauer, Swantje Nötzel, Sebastian Schulz, Christoph Schröder, Fabian Gawron,…
3. Preis: Our little World – the Climate Movie, von Josef Buchner
Publikumspreis: Unsere kleine Welt, von Josef Buchner
Super! Vielleicht machen wir was zusammen (z.B. Veränderung selber machen). Wir bieten an dieser Stelle offiziell an, auch Eure weiteren Filme in diesem Blog zu veröffentlichen und auch gern ein Hintergrundinterview mit Jury und allen Projektteilnehmern, die Lust haben, hier einzustellen. Anfragen gern an unsere E-Mail-Adresse
Eine hochkarätige Jury bestehend aus unten genannten Persönlichkeiten haben filmische und mulitmediale Umsetzungen und Visionen bewertet, wie der Klimawandel das Leben beeinflussen wird, wie darüber nachgedacht wird und welche Bilder, Symbole und Metaphern dafür gefunden werden können; welche Zukunftsvorstellungen es gibt, für mutigen Klimaschutz und für eine mutige Energierevolution; wie in 50 Jahren Konsum und Lifestyle aussehen könnte und wie viel Klimaschutz die Menschheit zum Überleben braucht? Wie den Filmen zu entnehmen ist, sind die Möglichkeiten, Visionen und Ideen sensationell!
Mehr zu Klima Clima, den Wettbewerb zum Thema “Klimawandel, Alltag und Lifestyle”
hier.
Veröffentlicht am 13. März 2009 von Edel-Ali-Fresh
Der Otto Versand hat aufgerufen, an der Blogparade zum Thema Hochzeit teilzunehmen – und da Otto doch ein Vorreiter der deutschen Nachhaltigkeits- und Umweltszene ist (was jedenfalls unter- nehmerisches Engagement angeht), und Dr. Michael Otto auch einige Auszeichnungen in diesem Bereich bekommen hat, möchte sich die Nachhaltigkeits-Guerilla ausnahmsweise mal an soetwas beteiligen.
Als (Teilzeit-)Rikschafahrer und Anbieter sozial-ökologischer Stadtrundfahrten in Berlin fallen mir natürlich gleich die Rikscha-Touren ein, bei denen wir frisch verliebte Hochzeitspaare “Unter den Linden” und durchs Brandenburger Tor kutschiert haben oder auch von der Kirche zum Festsaal. Nachhaltige Mobilität für Brautpaare!
Wenn´s dann beim Festmahl noch ein paar Bio-Kartoffeln zum Bio-Fleisch gibt und das Brautkleid Fair-Fashion ist, ist ja alles gut!
Wer vom Polterabend bis zum Honeymoon alles ökologisch ausrichten möchte, dem sei das Buch “Grün heiraten” ans Herz gelegt.
Hier noch eine kurzer Einführungskurs zum Walzer tanzen:
Auf das sich die nachfolgenden Generationen noch freudig an Eure Hochzeit erinnern können!
Und da Enviralments ja Werbung für Nachhaltige Projekte, Produkte und Ideen macht, möchten wir den Platz nutzen, um Eure Nachhaltigen Projekte, Produkte und Ideen vorzustellen (falls es die Möglichkeit gibt) und die guten Projekte, Produkte und Ideen anschließend möglichst breit und viral zu verbreiten (Virales Marketing für die gute Sache eben)
Einfach hier im Kommentarfeld Eure Ideen platzieren (oder auch im Kommentarfeld vom Amazee-Glocalist-Projekt) und wir werden sehen, was sich machen lässt.
Was passiert, wenn eine kleine Gruppe von “Nachhaltigkeits-Aktivisten” den Innenraum der S-Bahn als Wohnzimmer schmückt und einfach mal einen gemütlichen Kaffee zu sich nimmt incl. Keks, Kind und Strickzeug (Nein, wir reden hier nicht von Yarn Bombing, obwohl auch hierbei Guerilla und Stricken Hand in Hand gehen…)? Es entsteht Aufmerksamkeit.
Reaktionen, wie “Feiern die Geburtstag?” oder “Warum gibt es eigentlich sonst keine Vorhänge in der S-Bahn?” kamen promt. Aber: es wurde kein Geburtstag gefeiert in der letzten Februar-Woche 2009 (jedenfalls nicht an diesem besagten Termin). Vielmehr sollte gezeigt werden, dass es viiiiiieel gemütlicher ist, mit der S-Bahn zu fahren (oder auch mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln), als mit der eigenen “Karre” unterwegs zu sein. Also nicht nur umweltfreundlicher, sondern eben auch viel kommunikativer!
Habt Ihr Lust, in Eurem “Kiez” auch mal eine schöne Wohnzimmer-S-Bahn-Guerilla durchzuführen? Wie es geht, hat die Zugvögel/Trainbirds-Clique hier veröffentlicht. Es finden sich hier übrigens auch viele weitere, nette “Guerilla-Artist-Ideen”
Die ganze Aktion in dokumentarische Form könnt Ihr Euch hier anschauen:
Idee & Umsetzung: Die Zugvögel (bzw. Trainbirds)
Mediale Begleitung: Paula Marie Hildebrandt (Fotos) und die Nachhaltigkeits-Guerilla (Fotos: Marcel Schroeder // Bewegtbild: Maik Eimertenbrink)
(Anm. d. Redaktion: Das Filmmaterial wurde mit der Testversion vom AVS Video Editor 4 geschnitten. Falls uns allerdings jemand einen kostenlosen Schnittplatz in Berlin zur Verfügung stellen möchte: Immerzu und besten Dank!)
Ressourcen sind endlich, Mißstände alltäglich. Das wollen wir nicht hinnehmen. Wir glauben an die "gute Sache" - und setzen uns für sie ein.
Kreativ, kommentierend, mit Aktionen oder viralen Spots ... wann immer wir Zeit, Lust oder große Wut im Bauch haben: Für eine gerechte und nachhaltige Welt.