Film braucht Energie (oder “och, sind die süß”)

Unter dem Motto „Unabhängiger Strom für unabhängigen Film“ hat die oekostrom Vertriebs GmbH den Wettbewerb „Film braucht Energie“ ins Leben gerufen, um Kreativen und Filmschaffenden in Österreich eine Plattform zu bieten und die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel und erneuerbare Energien zu forcieren.

Das finden wir super und hätten gern mitgemacht. Leider haben wir zuspät davon erfahren. Aber warum gibt es soetwas eigentlich nicht in Deutschland?

Einige kritische und auch einige lustige Filme wurden eingereicht – einige sind sogar lustig und kritisch. Und da die (Lo)Hasen so putzig gucken, stellen wir diesen Beitrag auf unseren Blog (und drücken die Daumen):

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Und die grüne Tomate geht an ….

… CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla für den Satz: “Atomkraft ist für die CDU Ökoenergie”. Die grüne Tomate ist ein Preis für dreistes Greenwashing und wird heute das erste Mal vergeben. Gewählt haben die Mitglieder von Utopia. Ab heute wird die grüne Tomate monatlich vergeben.

Super Sache!

Hall of Shame: Damit CSR kein BlaBla wird, bleibt, ist

Bald steht Sie wieder an: Die alljährlich stattfindende Wahl der Hall of Shame. CSR (Corporate Social Responsibility) ist allzu oft leeres Geschwätz. Während öffentlich über Verantwortung im Unternehmen philosophiert wird, wird oft genug intern wenig Rücksicht auf Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen genommen.

Damit dies auch öffentlich gemacht wird, haben Greenpeace Schweiz und “Die Erklärung von Bern” den Public Eye People´s Awards ins Leben gerufen. In der Hall of Shame sind Walt Disney, der Wal Mart, die Citi Group etc. vertreten.

Klickt man z.B. auf den Konzernkopf von Walt Disney erhält man folgende Informationen:

Walt Disney verleiht sich gerne ein unbeschwert-fröhliches Image. Schwere Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen trüben aber das Bild, das uns der Unterhaltungsriese zu vermitteln versucht. Walt Disney lässt einen Grossteil seiner Spielwaren in China herstellen. Dass bei den Lieferanten haarsträubende Arbeitsbedingungen herrschen, scheint den Konzern nicht zu kümmern. Im Gegenteil, er hält die Namen seiner Zulieferer geheim und schützt sie damit vor Kontrollen.

Arbeitstage von bis zu 15 Stunden an sechs bis sieben Tagen die Woche sind nur ein Punkt auf einer langen Liste von Arbeitsrechtverletzungen bei den Disney-Lieferanten. Obwohl Disney sich selbst einen Verhaltenskodex für Zulieferbetriebe auferlegt hat, hält er sich nicht dran. Unfälle, häufig hervorgerufen durch Sicherheitsmängel und Übermüdung, fordern immer wieder Verletzte und nicht selten auch Tote.

Mehr Informationen zum Public Eyes People´s Award gibt es hier.

Mit dem Schlauchboot durch die Stadt oder “Stop Global Warming”

Der Klimawandel führt einerseits zu Trockenheit und Dürre, andererseits zu Stürme und Hochwasser. Die Zusammenhänge sollen hier nicht aufgeschlüsselt werden – ist an anderen Stellen schon zu Genüge getan (vgl. bspw. das RIMAX-Statusseminar).

Ein kreativer Umgang zur Schaffung von Aufmerksamkeit ist den Offsetters in Vancouver gelungen. Hängende Schlauchboote in Hochhaus-Schluchten, Parkbänke mit Schwimmwesten, Bademeister in der Fußgängerzone.

Ausgedacht hat sich die Kampagne die Agentur Rething Communication. Gratulation!

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10 Erkennungsmerkmale von Greenwashing und ein Aufruf vom BUND

Eine der Aufgaben, der sich die Nachhaltigkeits-Guerilla stellt, ist das Aufdecken von Greenwashing-Kampagnen. Doch woran erkennt man eine ehrliche grüne Einstellung und Umsetzung von grünen und nachhaltigen Produkten und Kampagnen? Und woran kann man feststellen, ob ein eher umweltfeindliches bzw. neutrales Produkt nur zu Marketingzwecken im Sinne von “Greenwashing” reingewaschen werden soll?

Der Guardian hat 10 Punkte zur Identifizierung aufgelistet, die meiner Meinung nach (teilweise) recht schlüssig sind:

1. Fluffy language
Words or terms with no clear meaning, e.g. “ecofriendly”.

2. Green products v dirty company
Such as efficient light bulbs made in a factory which pollutes rivers.

3. Suggestive pictures
Green images that indicate an (unjustified) green impact eg flowers blooming from exhaust pipes.

4. Irrelevant claims
Emphasising one tiny green attribute when everything else is “ungreen”.

5. Best in a bad class?
Declaring you are slightly greener than the rest, even if the rest are pretty terrible.

6. When it’s just not credible
“Ecofriendly” cigarettes anyone? “Greening” a dangerous product doesn’t make it safe.

7. Gobbledygook
Jargon and information that only a scientist could check or understand.

8. Imaginary friends
A “label” that looks like third party endorsement … except it is made up by the company itself.

9. No proof
It could be right, but where’s the evidence?

10. Outright lying
Totally fabricated claims or data.

via Guardian

…Apropo: “Kohle fördern, CO2 stoppen” – so wirbt Vattenfall. Der BUND ruft auf, dem Greenwashing der Stromkonzerne ein Bild entgegenzusetzen. Scholz & Friends hat den “ersten” Schritt gemacht. Machen wir den Zweiten? Hier geht´s zur Kampagne vom BUND

Nachhaltigkeit in 50 Sekunden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten 50 Sekunden der Lebenszeit zu verbringen. Der Spot “4 Beers in 50 Seconds”, gefunden bei Youtube, ist eine (denkbar schlechte) davon. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Toyota zu bauen (wie im Tuning-Blog gelesen).

Wer aber immer schon mal dachte: “Da muss es doch noch eine dritte Möglichkeit geben, meine 50 Sekunden zu verbringen”, dem sei unser Buch “Nachhaltigkeit in 50 Sekunden” ans Herz gelegt.

Herausgegeben wurde es von Irmela Bittencourt, Dr. Joachim Borner und Albert Heiser. Die Nachhaligkeits-Guerillieras und Guerillieros Patricia Schulte, Anna Bilger, Holger Muster, Christian Molle und Maik Eimertenbrink treten als (Co-)Autoren auf. Die Idee zum Titel hatte übrigens Nachhaltigkeits-Guerillero Lukas C. Fischer, der damals für die Tageszeitung taz, Ressort Wirtschaft und Umwelt, tätig war und einen Artikel über uns verfasst hat: damaliger Titel “Nachhaltigkeit in 50 Sekunden”.

Links:
Der Originalartikel von Lukas-C. Fischer in der taz: Nachhaltigkeit in 50 Sekunden
Achtung: Ihr müsst runterscrollen bis “Positives” (wo wir auch hingehören…)

Rezension 1: Grimme-Institut

Rezension 2: Sustainable – Agentur für Nachhaltigkeit

Rezension 3: Schekker

Rezension 4: Das Integral

Nachhaltigkeit in 50 Sekunden – Kommunikation für die Zukunft; Inklusive DVD zu bestellen in der Rubrik “Blickkontakt” auf www.nachhaltiger-filmblick.de

Berliner Nachhaltigkeits-Treffen

Am 18. September hatten wir die Gelegenheit unser Projekt “Die Nachhaltigkeits-Guerilla” einem breiten Publikum vorzustellen. Neben uns waren eine Vielzahl interessanter Projekte vor Ort. So erzählten u.a. Art Ecology Education, Nachhaltexter, Klimaneutraler Bundestag, Sustainable Fashion Agency, Sustainable Design Forum und das Institut für kreative Nachhaltigkeit von ihren aktuellen “Machenschaften”.

Eine kurze Zusammenfassung des Abends kann auf dem Blog von Grass Routes eingesehen werden: Meeting the Berlin Sustainability Scene

Surfen und Gutes tun

Gutes tun ist so einfach: Afroo ist die erste gemeinnützige Suchmaschine im Internet. Man kann hier wie gewohnt suchen, auf der Ergebnisseite wird Werbung eingeblendet. Das eingenommene Geld wird an Unicef und den Bau von Schulen in Afrika gespendet.

Da kann ich über afroo also nach Tiersexvideos oder Anleitungen zum Bombenbau suchen und untersützte gleichzeitig Kinder in Afrika. Ist doch herrlich, wie leicht es ist, ein guter Mensch zu sein…

Green Porno

Bin ich prüde, wenn ich das peinlich finde(?):

Die Idee ist gut. “Sex sells” haben sich die Jungs und Mädels von Greenpeace gedacht. Ein langer praller Ast “liebkost” ein feuchtes Möößchen (also die Verniedlichung von Moos natürlich)…

Gut, das Ganze in eine Mitmachaktion eingepackt (“Dein erotisches Erlebnis mit einem Baum”) fertig ist die Viral-Mouth-to-Mouth-Erotik-Erlebnis-Kampagne: “Greenpeace ruft dazu auf, Bilder und/ oder Videos zu machen, die die Liebe zum oder im Wald ausdrücken” Ob´s funktioniert?

PS. Nächstes Mal machen wir dann einen Blätter-Splatter…

via Karmakonsum

Junge Filmemacher drehen über Menschenrechte, Gewalt und Armut

An dieser Stelle soll auf “SocialFilms.eu” aufmerksam gemacht werden. “SocialFilms.eu” ist auch gleich die Internetadresse zu der Seite von Marc Ludwig, der für den genialen Filmspot “Schrei für Dein Recht” (mit-)verantwortlich ist:

Mehr zu der Kampagne unter www.Schrei-fuer-Dein-Recht.de

Der Spot ist, wie wir finden, sehr gelungen!

Doch nun zurück zu Social-Films, und hier schreibe ich von der Homepage ab: “SocialFilms.eu” ist eine Aktion von Jugendlichen für Jugendliche, die sich die Förderung von Filmemachern aus Deutschland und Europa zum Ziel gesetzt hat. Vor allem junge Filmemscher sollen motiviert werden über soziale Themen (Menschenrechte, Gewalt, Armut) in Kooperation mit Organisationen und Nicht-Regierungs-Organisationen Filme zu realisieren.

Tja, mache ich jetzt etwa Werbung für die Konkurrenz…? Oder eine Möglichkeit zur Ko-Operation? Wir werden sehen!